Category: Allgemein

  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit bis 2030 und 2050: Was bedeutet das für Sie als Industrieunternehmen?

    Der Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit bis 2030 und 2050: Was bedeutet das für Sie als Industrieunternehmen?

    Der Grundtenor an der #PVTagung23 war klar: Es muss etwas gehen im Bereich der erneuerbaren Energien, um so bald wie möglich #NettoNull zu erreichen.

    Doch wie schnell kann der Ausbau der #Photovoltaik erfolgen? Da sind sich die Experten uneinig. Das Bundesamt für Energie rechnet mit 37 TWh bis 2050 (+8 TWh aus anderen erneuerbaren Energien), Swissolar geht von 45 TWh bis 2050 aus, Jürg Rohrer, Professor an der ZHAW Zurich University of Applied Sciences, spricht von notwendigen 45 TWh bereits bis 2035.

    Um diese #Ziele zu erreichen, braucht es gemäss Jürg Rohrer gesetzliche Grundlagen. Einerseits soll gesetzlich dazu verpflichtet werden, auf bestehenden Gebäuden #Solaranlagen zu montieren. Andererseits soll für alpine Solaranlagen bereits jetzt eine #Nachfolgeregelung erarbeitet werden, für die Zeit nach dem Abschluss des Projekts #Solarexpress.

    Essentiell für diese Entwicklung ist eine funktionierende #InfrastrukturChristof Bucher forscht an der Berner Fachhochschule BFH daran, wie die #Wechselrichter die Stabilisierung des Netztes auch in Zukunft und mit einem Mehrfachen der Stromleistung sicherstellen können.

    Interessant war auch der Beitrag zum #Winterstrom von Nationalrätin Gabriela Suter: Die Wasserkraftreserve kostet 296 Mio. CHF für 0.4 TWh, d.h. 0.74 CHF / kWh, einmalig für den Winter 2022/2023! Die Photovoltaik liefert ohne Zusatzkosten einen Beitrag von 1.1 TWh geliefert in diesem und kommenden Winterperioden!

    Vielen Dank Swissolar für die spannende Tagung und die Organisation dieses wichtigen Branchenanlasses, danke Christof Bucher und Jürg Rohrer für eure Voten. Roman Gysel

    #PVTagung23 #solarenergie #solarstrom #photovoltaik #energie #zukunft

  • Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 4 – Ratschläge für andere Unternehmen

    Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 4 – Ratschläge für andere Unternehmen

    Industrie-Partnerschaft mit SRS

    In einem Umfeld, in dem Nachhaltigkeit und Effizienz für Unternehmen immer wichtiger werden, bietet die Integration von Solarenergie eine naheliegende Lösung.
    Dabei stellt sich die Frage, ob man selbst bauen sollte, oder nicht lieber mit einem Contracting Spezialisten zusammenarbeitet, der sich sowohl um den Bau, die Finanzierung, als auch den gesamten späteren Betrieb kümmert.
    Unser Partnerunternehmen Allega hat sich für Letzteres entschieden, und stellt hier kurz die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit uns vor.
    Erfahren Sie hier aus erster Hand, wie Unternehmen vom Contracting Modell profitieren können.

    Allega: Ein Vorzeigekunde für nachhaltiges Arbeiten

    Die Allega GmbH, gegründet 1933 von Alusuisse, war das erste Handelshaus für Aluminium-Halbfabrikate in der Schweiz. Heute ist die Allega GmbH ein ALUMFASSENDES Servicecenter für Aluminium, Luft- und Raumfahrt, Fassaden und Fahrzeugaufbauten.

    Strompreise im Blick: Was bringt eine PV-Anlage?

    Unternehmen fragen sich oft, wie viel eine PV-Anlage wirklich einspart und welche Unabhängigkeit sie bietet. Entdecken sie die erreichten direkten Einsparungen des Referenzkunden im Video.

    Weitere Eindrücke:
    Teil 2: Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: Das Contracting Angebot
    Teil 3: Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage
    Teil 4: Erfahrungen im Contracting Modell: Ratschläge für andere Unternehmen

    Mehr Informationen:
    Photovoltaik für Unternehmen

  • Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 3 – Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage

    Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 3 – Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage

    Industrie-Partnerschaft mit SRS

    In einem Umfeld, in dem Nachhaltigkeit und Effizienz für Unternehmen immer wichtiger werden, bietet die Integration von Solarenergie eine naheliegende Lösung.
    Dabei stellt sich die Frage, ob man selbst bauen sollte, oder nicht lieber mit einem Contracting Spezialisten zusammenarbeitet, der sich sowohl um den Bau, die Finanzierung, als auch den gesamten späteren Betrieb kümmert.
    Unser Partnerunternehmen Allega hat sich für Letzteres entschieden, und stellt hier kurz die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit uns vor.
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    Allega: Ein Vorzeigekunde für nachhaltiges Arbeiten

    Die Allega GmbH, gegründet 1933 von Alusuisse, war das erste Handelshaus für Aluminium-Halbfabrikate in der Schweiz. Heute ist die Allega GmbH ein ALUMFASSENDES Servicecenter für Aluminium, Luft- und Raumfahrt, Fassaden und Fahrzeugaufbauten.

    Strompreise im Blick: Was bringt eine PV-Anlage?

    Unternehmen fragen sich oft, wie viel eine PV-Anlage wirklich einspart und welche Unabhängigkeit sie bietet. Entdecken sie die erreichten direkten Einsparungen des Referenzkunden im Video.

    Weitere Eindrücke:
    Teil 2: Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: Das Contracting Angebot
    Teil 3: Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage
    Teil 4: Erfahrungen im Contracting Modell: Ratschläge für andere Unternehmen

    Mehr Informationen:
    Photovoltaik für Unternehmen

  • Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 2 – Minimaler Aufwand, maximale Wirkung

    Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 2 – Minimaler Aufwand, maximale Wirkung

    Industrie-Partnerschaft mit SRS

    In einem Umfeld, in dem Nachhaltigkeit und Effizienz für Unternehmen immer wichtiger werden, bietet die Integration von Solarenergie eine naheliegende Lösung.
    Dabei stellt sich die Frage, ob man selbst bauen sollte, oder nicht lieber mit einem Contracting Spezialisten zusammenarbeitet, der sich sowohl um den Bau, die Finanzierung, als auch den gesamten späteren Betrieb kümmert.
    Unser Partnerunternehmen Allega hat sich für Letzteres entschieden, und stellt hier kurz die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit uns vor.
    Erfahren Sie hier aus erster Hand, wie Unternehmen vom Contracting Modell profitieren können.

    Allega: Ein Vorzeigekunde für nachhaltiges Arbeiten

    Die Allega GmbH, gegründet 1933 von Alusuisse, war das erste Handelshaus für Aluminium-Halbfabrikate in der Schweiz. Heute ist die Allega GmbH ein ALUMFASSENDES Servicecenter für Aluminium, Luft- und Raumfahrt, Fassaden und Fahrzeugaufbauten.

    Strompreise im Blick: Was bringt eine PV-Anlage?

    Unternehmen fragen sich oft, wie viel eine PV-Anlage wirklich einspart und welche Unabhängigkeit sie bietet. Entdecken sie die erreichten direkten Einsparungen des Referenzkunden im Video.

    Weitere Eindrücke:
    Teil 2: Minimaler Aufwand, maximale Wirkung: Das Contracting Angebot
    Teil 3: Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage
    Teil 4: Erfahrungen im Contracting Modell: Ratschläge für andere Unternehmen

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    Photovoltaik für Unternehmen

  • Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 1 – Was bringt eine PV-Anlage?

    Kundeninterview mit Ivo Frey von Allega – Teil 1 – Was bringt eine PV-Anlage?

    Industrie-Partnerschaft mit SRS

    In einem Umfeld, in dem Nachhaltigkeit und Effizienz für Unternehmen immer wichtiger werden, bietet die Integration von Solarenergie eine naheliegende Lösung.
    Dabei stellt sich die Frage, ob man selbst bauen sollte, oder nicht lieber mit einem Contracting Spezialisten zusammenarbeitet, der sich sowohl um den Bau, die Finanzierung, als auch den gesamten späteren Betrieb kümmert.
    Unser Partnerunternehmen Allega hat sich für Letzteres entschieden, und stellt hier kurz die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit uns vor.
    Erfahren Sie hier aus erster Hand, wie Unternehmen vom Contracting Modell profitieren können.

    Allega: Ein Vorzeigekunde für nachhaltiges Arbeiten

    Die Allega GmbH, gegründet 1933 von Alusuisse, war das erste Handelshaus für Aluminium-Halbfabrikate in der Schweiz. Heute ist die Allega GmbH ein ALUMFASSENDES Servicecenter für Aluminium, Luft- und Raumfahrt, Fassaden und Fahrzeugaufbauten.

    Strompreise im Blick: Was bringt eine PV-Anlage?

    Unternehmen fragen sich oft, wie viel eine PV-Anlage wirklich einspart und welche Unabhängigkeit sie bietet. Entdecken sie die erreichten direkten Einsparungen des Referenzkunden im Video.

    Weitere Eindrücke:
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    Teil 3: Der umfassende Nutzen einer PV-Anlage
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    Mehr Informationen:
    Photovoltaik für Unternehmen

  • Evolution der Solarzelleneffizienz

    Evolution der Solarzelleneffizienz

    Die Evolution der Solarzelleneffizienz: Wie weit sind wir gekommen und wohin gehen wir? 

    Die Sonne – eine unerschöpfliche Quelle sauberer Energie, die seit Jahrtausenden unsere Welt erleuchtet. Doch erst in den letzten Jahrzehnten haben wir begonnen, ihr volles Potenzial zu nutzen, und die Photovoltaik ist dabei zur Schlüsseltechnologie geworden. Ihre Entwicklung ist eine faszinierende Reise durch die Welt der Halbleiter und des menschlichen Erfindergeistes. 

    Ein grundlegendes Konzept, das die Effizienz von Solarzellen bestimmt, ist die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials. Vereinfacht ausgedrückt, bestimmt diese Bandlücke die Energiemenge des Lichts (abhängig von der Wellenlänge), die ein Halbleiter absorbieren kann. Das am häufigsten verwendete Material in Solarzellen ist Silizium, das eine Bandlücke von 1,1 Elektronenvolt (eV) aufweist. Diese Eigenschaft begrenzt den theoretischen Wirkungsgrad einer herkömmlichen Silizium-Solarzelle auf etwa 32%. Die Grenze wurde schon 1961 (https://en.wikipedia.org/wiki/Shockley%E2%80%93Queisser_limit) von den Forschern Shockley und Queisser errechnet! 

    Diese theoretischen Maximalwerte sind in der Praxis schwer zu erreichen, doch die Wissenschaft macht stetige Fortschritte. Durch den Einsatz von «Trick»-Techniken wie der Heterojunction-Technologie (HIT) erreichen moderne Silizium-Solarzellen bereits einen beeindruckenden Wirkungsgrad von 27%. Hierbei werden zwei verschiedene Bandlücken (aus demselben Material) genutzt, um das Licht effizienter zu absorbieren und in Strom umzuwandeln. 

    Doch damit nicht genug. Forscher experimentieren mit mehrschichtigen Solarzellen, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen absorbieren können. Diese “Tandemzellen” könnten theoretisch Wirkungsgrade von bis zu 47,6% erreichen. Doch der Weg zur Kommerzialisierung ist noch steinig, da diese Technologie noch zu teuer ist. 

    Ein Blick auf die aktuellsten Entwicklungen zeigt, dass wir uns ständig verbessern. Ein neuer Weltrekord für den Wirkungsgrad liegt derzeit bei 33,9%, erreicht von Longi Solar mit einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle. 

    Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) der USA liefert uns einen spannenden Einblick in diese rasante Entwicklung. Ihr Tool zur Erfassung von Forschungswirkungsgraden zeigt die besten Leistungen verschiedener Photovoltaik-Technologien, einschließlich Strom, Spannung und Füllfaktor. 

    https://www.nrel.gov/pv/interactive-cell-efficiency.html

    Anwendende der Photovoltaik können von diesen Entwicklungen stark profitieren. Auch in den letzten zwei Jahren sind die Modulleistungen von 375 W auf aktuell 450 W angestiegen. Auch das hilft stark mit, die Attraktivität von Photovoltaikanlagen zu erhöhen, weil Sie für die gleiche Arbeit, Montagesystemkosten etc. mehr Leistung und damit auch einen höheren Energieertrag bekommen! 

    Weil die SRS im Care-&-Share-Modell die bestmöglichen Technologien einsetzt, konnten wir die Strompreise in den letzten Jahren reduzieren. Neben dem Wirkungsgrad spielen natürlich auch Faktoren wie Langlebigkeit, Kosten, Schwachlicht-Verhalten, Anlagen-Optimierungen über Ausrichtung und Verkabelung etc. eine grosse Rolle.  

  • Anstieg der Netzentgelte in der Mittelspannung in Deutschland

    Anstieg der Netzentgelte in der Mittelspannung in Deutschland

    Entwicklung der Netzentgelte in der Mittelspannung

    Die jüngsten Erhebungen des Verbands der Energieabnehmer (VEA) lassen aufhorchen: Die Netzentgelte in der Mittelspannung sind, wie prognostiziert, angestiegen. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Zahlen, um die Hintergründe dieser Entwicklung zu verstehen und die Auswirkungen auf verschiedene Sektoren zu beleuchten.

    Laut den Daten des VEA verzeichneten die Netzentgelte in der Mittelspannung einen Anstieg um durchschnittlich 27 %.

    Ausgewertet wurden hier jeweils 15 verschiedene Abnahmefälle in der Mittelspannung, also jeweils Konstellationen mit unterschiedlicher Arbeit und Leistung und somit unterschiedlicher Benutzungsstunden. Typische Abnehmer mit den gezeigten Profilen wären etwa Industriebetriebe. Diese 15 Abnahmefälle wurden in ganz Deutschland, jeweils in den Gebieten der einzelnen Netzbetreiber, durchgerechnet.

    Der höchster Anstieg, im Vergleich zu den Werten von 2023, erfolgte in Heftestedt um 255,7 %. Profitiert haben dagegen die Nutzer in Westerland, dort sind die Netzentgelte mit -19,8 % am stärksten gesunken. In der Gesamtbetrachtung wird schnell ersichtlich, das eine Verringerung der Netzentgelte aber die Ausnahme darstellt.

    Auch in absoluten Zahlen zeigen sich enorme Unterschiede. In Voralberg zahlt man bloß 3,51 cent pro kWh, in Barmstedt dagegen 12,48 ct pro kWh. Es drängt sich die Frage auf, woran das liegt – eigentlich zahlt man doch an beiden Orten für die gefühlt “gleiche” Dienstleistung?
    Nachfolgend wollen wir die Ursachen dieser enormen Unterschiede betrachten.

     

    Gründe für die Unterschiede

    Die starke Unterschiede in den Netzentgelten können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, die sich je nach Region unterscheiden. Einer der entscheidenden Aspekte ist der Zeitpunkt des Netzausbaus und die damit verbundenen Investitionen. Regionen, die bereits in der Vergangenheit verstärkt in ihre Netzinfrastruktur investiert haben, können nun von verbesserten Effizienzen und niedrigeren Betriebskosten profitieren, was zu einem Rückgang der Netzentgelte führt.

    Auf der anderen Seite gibt es in manchen Gebieten, insbesondere in strukturschwachen Regionen, einen Investitionsstau. Hier führt ein Mangel an Investitionen in die Netzinfrastruktur zu höheren Betriebskosten und somit zu einem Anstieg der Netzentgelte. Die Netzbetreiber rufen hier zudem höhere Gebühren ab, damit sie die die aktuell nötigen Investitionen finanzieren können. Die Unterschiede sind also nicht nur auf regulatorische Maßnahmen oder Effizienzsteigerungen zurückzuführen sein, sondern auch auf historische Entscheidungen und den aktuellen Zustand der Netzinfrastruktur.

    So können etwa die historisch bedingten Unterschiede in der Infrastruktur und Wirtschaftskraft zwischen Ost- und Westregionen zu starken Disparitäten in den Netzentgelten führen.

    Ein weiterer Grund für die Erhöhung der Netzentgelte ist die Erhöhung der Entgelte durch die Betreiber der Übertragungsnetze. Gemäß des Aufbaus des Netzsystems ist in den zu zahlenden Netzentgelten auch jeweils die Kosten für die darüber liegenden Ebenen enthalten. Der Endabnehmer, etwa am Niederspannungsnetz, zahlt auch für das Mittelspannungs- und Hochspannungsnetz. Somit müssen die Betreiber der Mittelspannungsnetze die Erhöhung der Übertragungsnetzbetreiber in ihren Kalkulationen nun einpreisen, und an ihre Abnehmer weitergeben.

    Zusammenfassend zeigt die Analyse der Netzentgelte in der Mittelspannung, dass die starken Unterschiede in den Kosten verschiedene Ursachen haben können. Neben zeitlichen Unterschieden im Netzausbau und Investitionsstaus spielen auch regulatorische Maßnahmen sowie regionale Disparitäten eine entscheidende Rolle. Während einige Regionen von Rückgängen der Netzentgelte profitieren, sehen sich die meisten Regionen mit steigenden Kosten konfrontiert.

     

    Wie kann man diesen Kostensteigerungen entgehen?

    Zunächst gilt: Die Netzentgelte sind alternativlos, in jedem Standort ist man an den Netzbetreiber gebunden, und kann sich – ohne den Betrieb zu verlegen – nicht einfach einen günstigeren Anbieter suchen.

    Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es Möglichkeiten gibt, die Abhängigkeit von Netzentgelten zu reduzieren. Durch den Einsatz von dezentralen Energieerzeugungssystemen wie Photovoltaik-Anlagen kann lokal Energie produziert und somit die Netznutzung minimiert werden.

    Diese Unabhängigkeit führt nicht nur dazu, dass keine Netzentgelte anfallen, sondern ermöglicht auch Einsparungen bei Stromsteuern und anderen Umlagen.

    Die dezentrale Energieerzeugung bietet somit nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch finanzielle Anreize. Indem Verbraucher auf erneuerbare Energien setzen, können sie nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, sondern auch ihre Energiekosten kontrollieren und unabhängiger von regionalen Schwankungen in den Netzentgelten werden. In einer Zeit, in der die Energiewende eine zentrale Rolle spielt, eröffnen solche Lösungen nicht nur Chancen für individuelle Energieautarkie, sondern tragen auch dazu bei, das Stromnetz insgesamt zu entlasten und nachhaltige Energiepraktiken zu fördern.

     

    Quelle: PV Magazine

  • Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Von 10 % auf 50 % Solarstrom – jetzt gehtʼs richtig los: Die Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Die Solarindustrie erlebt einen kometenhaften Aufstieg, der selbst den Bundesrat Albert Rösti überrascht hat («Das Tempo der Solarenergie hat mich überrascht, daran hatte ich nicht geglaubt.»). Auf der Nationalen PV-Tagung von Swissolar wurden die jüngsten Errungenschaften und zukünftigen Herausforderungen der Branche beleuchtet. Mit einem Rekordzubau von 1.5 GW allein im letzten Jahr und insgesamt 6 GW am Netz bis 2024 ist die Photovoltaik (PV) zu einer relevanten Größe in der Energieversorgung geworden, was etwa 10% des aktuellen Energiebedarfs entspricht. Und das Wachstum soll weitergehen, mit einem geplanten Zubau von 2.5-3% pro Jahr, um die benötigte Energieversorgung sicherzustellen, gemäss Bundesrat Albert Rösti.

    Neue Herausforderungen

    Doch mit dem rapiden Anstieg der PV-Nutzung kommen auch neue Herausforderungen auf die Branche zu. Insbesondere wird es immer wichtiger zu verstehen, wohin der produzierte Strom fliesst. Diese Thematik wurde von Nationalrat Jürg Grossen, dem Präsidenten von Swissolar, angesprochen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Solarproduzenten und Netzbetreibern ist dabei unerlässlich, wie Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), betonte, ein «Hand-Shake» sei dazu nötig.
    Der Verein SmartGridready könnte als Plattform dienen, um Differenzen zu überwinden und Schnittstellen zwischen den Akteuren zu definieren. Dies ist entscheidend, um den reibungslosen Betrieb des Stromnetzes zu gewährleisten, wie auch das Beispiel aus Deutschland zeigt, das von Barbara Poisl (vom Netzbetreiber bayernwerk) vorgestellt wurde.

    Die Prognose ist klar: PV ist disruptiv und wird die Energiemärkte in den kommenden Jahren revolutionieren. Antje Kanngiesser, CEO der Alpiq Gruppe, prognostiziert, dass bereits in fünf Jahren neue Geschäftsmodelle erforderlich sein werden. Doch während die PV-Branche wächst, müssen auch die Stromnetze entsprechend angepasst werden. Intelligente Lösungen wie Blindleistungskompensation und Einspeisemanagement können die Kosten des Netzausbaus erheblich senken, wie Alexander Fuchs von der ETH Zürich erläuterte.

    Innovative Lösungen

    Eine weitere innovative Lösung sind dynamische Netztarife, die Verbraucher und Produzenten über Preissignale steuern, so Peter Cuony von der Groupe E AG. Die Groupe E hat bereits einen solchen Tarif eingeführt!
    Weiter ist es wichtig zu verstehen, dass zu Zeiten, in denen die PV-Stromproduktion den Verbrauch übersteigt, kein Problem im Übertragungsnetz entsteht, wie Christof Bucher von der Berner Fachhochschule erklärt. Der Grund sei, dass an solchen Tagen auch im Ausland ein Überschuss an Energie vorhanden sei und daher keine Energie über die Grenzen abtransportiert werden müsse.
    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gesellschaftliche Akzeptanz von PV. Während die Technologie grundsätzlich breit akzeptiert ist, gibt es Unterschiede in der Akzeptanz je nach Art der Anlagen. Freiflächenanlagen sind ähnlich unbeliebt wie Windkraftwerke und AKW, während gebäudeangebauter Photovoltaik sehr beliebt sind. Isabelle Stadelmann-Steffen von der Universität Bern beleuchtete die Bedingungen, Trade-offs und Potenziale von Photovoltaik aus gesellschaftlicher Sicht.

    Rechtliche Rahmenbedingungen

    Schliesslich stehen auch rechtliche Rahmenbedingungen im Fokus. Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und das «Praxismodell»/Eigenverbrauchsgemeinschaften über Energieversorger existieren bereits, virtuelle ZEVs (vZEV), lokale Energiegemeinschaften (LEG sollen sie mit dem neuen Stromgesetz ergänzen. Falls die Abstimmung am 9. Juni positiv ausgehen wird, werden in der Schweiz damit sehr interessante neue Modelle – und Innovation – ermöglicht. Zur genaueren Definition der Details läuft bereits die Vernehmlassungsverfahren auf Verordnungsstufe. Eine wichtige Frage ist hier beispielsweise, ob die Produktionsleistung wirklich die aktuell geforderte Quote von 20% der Anschlussleistung aller Beteiligten betragen soll. Viele Projekte würden damit verhindert.
    Insgesamt zeigt die Nationale PV-Tagung von Swissolar, dass die Schweiz auf dem Weg ist, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und eine nachhaltigere Energiezukunft zu gestalten. PV ist dabei nicht nur ein Teil der Lösung, sondern auch ein Motor für Innovation und Fortschritt.

  • Rückblick auf die Swissbau 2024

    Rückblick auf die Swissbau 2024

    Nachhaltigkeit als Hauptthema

    Wie fast überall, war das Thema Nachhaltigkeit auch auf der Swissbau 2024 stark im Fokus. Bei den Ausstellern sowie in Präsentationen und Workshops wurden Themen wie nachhaltige Baustoffe, Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft oder ressourcenschonendes Bauen aufgegriffen. Viele gute Ideen und Ansätze sind vorhanden, doch beim Messebesuch fragten wir uns, wird auch gehandelt? 

     

    Unsere Maßnahmen

    Wenn man sich so eine Frage stellt, muss man zuerst vor der eigenen Haustüre aufräumen.  

    SRS verfolgt eine breite Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel, nicht nur bei den Kunden die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch in der Firma intern. So haben wir uns beispielsweise dafür eingesetzt, dass auf unserem Firmensitz in Baar (wir sind dort eingemietet) eine PV-Anlage installiert wird. Geschäftsreisen werden per Zug oder Carsharing gemacht. Für kürzere Distanzen haben wir Firmenfahrzeuge, welche ausschliesslich elektrisch betrieben werden. Beim Einkauf der PV-Anlagen achten wir genaustens auf die Qualität und Langlebigkeit der Komponenten. 

     

    Zurück zur Swissbau. Folgende Themen sind uns besonders geblieben: 

     

    An der Keynote-Session des SVLW (Verein für Luft- und Wasserhygiene) zum Thema Nachhaltigkeit in der Gebäudetechnik haben wir festgestellt, wie viele Parallelen es zwischen Luftqualitätsoptimierungsmassnahmen und Photovoltaik gibt. 

    Dass die Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität bzw. zur Herstellung von Solarstrom mit Nutzen verbunden ist, liegt auf der Hand (höhere Arbeitsproduktivität bei besserer Luft, attraktive Strompreise mit eigener PV-Anlage). Trotzdem ist es oftmals schwierig, ein konkretes Projekt auch zu realisieren. Es fehlt an der Entscheidungsfreudigkeit der Gebäudeeigentümer und dauert lange, bis Massnahmen umgesetzt werden. Auch bei SRS kämpfen immer wieder mit dieser Herausforderung wieder. Fehlt es nach wie vor an Verständnis für unsere Lösungen? Müssen wir mehr Bewusstsein schaffen? Braucht es attraktivere Finanzierungsmöglichkeiten? 


    Wir haben mit Martin Bäumle, Nationalrat und ehemaliger Präsident der GLP, und Konstantin Meier von Deloitte darüber gesprochen und haben folgende Erkenntnisse aus den Gesprächen mitgenommen:

    • Ohne Vorschriften läuft leider nichts. Man kann die Leute nicht zwingen, kann aber z.B. bei der Vergabe der Baubewilligung einen gewissen Druck aufbauen.
    • Es braucht mehr und bessere Beratung. Die Leute müssen überzeugt werden, dass sich das Investment lohnt.
    • Der Energiepreis für nicht erneuerbare Energien sollte deutlich anhoben und die Differenz per Lenkungsabgabe / Rückerstattung umverteilt werden, um so Investitionen durch preisliche Anreize zu fördern.
    • Auch wenn wir grundsätzlich gegen einen Zwang sind, ist in diesem Fall ein Eingriff vom Staat mit Vorschriften wohl nötig – sonst passiert wenig und vor allem dauert es zu lange.   

     

    Eine weitere spannende Diskussion wurde von der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) zum Thema Architektur und Netto-Null veranstaltet. Dies waren die Hauptpunkte, welche die Experten zur CO2-Reduktion beim Bauen aufführten: 

    Graue Emissionen sind der grösste Teil beim Bauen, vielfach sind diese aber aktuell nicht vermeidbar. Aus diesem Grund sollten Neubauten möglichst vermieden und der Fokus stärker auf die Sanierung von Gebäuden gelegt werden. Massnahmen zur Erhöhung der Langlebigkeit von Gebäuden sollen gefördert werden. 

    Effizienz-Maximierung: Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, auch die Wahl der Ressourcen ist essentiell. 

    Suffizienz: Effizienz alleine reicht nicht, man muss künftig genügsamer bauen, z.B. die technische Komplexität der Gebäude und somit Betriebsemissionen reduzieren. 

    Anreize setzen: Bis sich neue, ressourcenschonende Standards durchgesetzt haben, braucht es finanzielle Anreize, Labels und Vorschriften. 

     

    Fazit

    Alle sind sich einig, dass man sich nicht auf einzelne Massnahmen versteifen sollte. Je nach Situation, Lage, Ansprüchen der Nutzer etc. muss eine individuell passende Lösung gefunden werden. Mit Kreativität ist das Ziel von Netto-Null aber auch in der Architektur realistisch.

  • Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Wer sein Gebäude mit einer Photovoltaik-(PV)-Anlage ausstattet, profitiert von günstigerem Strom. Es gibt also einen klaren Anreiz, die Investition zu tätigen und eine Anlage zu bauen. Trotzdem mangelt es bei den Gebäudebesitzenden oftmals an Entscheidungsfreudigkeit; das Investment wird hinausgeschoben und die Anlage nicht (oder erst spät) installiert. Woran liegt das und wie kann das geändert werden? Wir haben uns mit Martin Bäumle, Schweizer Nationalrat und ehemaliger Präsident der Grünliberalen Partei der Schweiz (GLP), zu diesem Thema unterhalten.

    Ambitionierte Netto-Null-Ziele im Kopf haben wir das Gefühl, dass jetzt sofort gehandelt werden muss und am liebsten gestern schon alle verfügbaren Dächer mit PV-Anlagen gedeckt sein sollten. Es werden zwar Anlagen gebaut, jedoch nicht so schnell, wie wir uns das wünschen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen.

    Lange Investitionszyklen

    Ein Grund dafür ist der lange Investitionszyklus von Gebäuden. Ein neues Gebäude muss grundsätzlich erst nach 30-50 Jahren saniert werden, vorher sind keine grossen Investitionen vorgesehen. Wenn jetzt aber eine PV-Anlage auf dem Dach gebaut werden soll, wird dieser Investitionszyklus unterbrochen; die Hürden dafür sind entsprechend hoch. Insbesondere ältere Personen warten oftmals zu mit Investitionen ins Eigenheim, um diese der nächsten Generation zu überlassen. 

    Viele Gebäudeeigentümer warten mit dem Bau einer Solaranlage, bis eine Dachsanierung ansteht. Häufig ist diese aber erst viel später fällig als erwartet, dementsprechend verschiebt sich auch die Installation der PV-Anlage. Rückblickend hätte sich die Anlage in der abgewarteten Zeit in vielen Fällen bereits amortisiert. Die Problematik lässt sich auch im KMU- und Industriebereich feststellen.  

    Fehlende Vorgaben und Anreize

    Wir sehen also, dass Subventionen und Anreize, wie sie bereits heute eingesetzt werden, zwar helfen, aber nicht ausreichen. Doch nach den heutigen Gesetzen kann niemand dazu gezwungen werden, sein Dach mit Photovoltaik zu auszustatten. Vielleicht liessen sich gewisse Vorschriften in die Anforderungen zur Erteilung von Baubewilligungen integrieren, wichtiger ist aber eine gute Beratung der Gebäudeeigentümer. Es muss aufgezeigt werden, dass sich die Investition lohnt.  

    Um zusätzlich finanzielle Anreize zu schaffen, liegt die Erhöhung des Energiepreises für nicht-erneuerbare Energien auf der Hand. Die Differenz könnte durch Lenkungsabgaben und Rückerstattungen zur Förderung von erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Durch den preislichen Anreiz würden Investitionen und somit die Umsetzung von PV-Anlagen gefördert werden. Unser Fazit: Wir sind noch nicht am Ziel. Doch wir arbeiten laufend daran, Gebäudeeigentümer vom Nutzen von PV-Anlagen zu überzeugen sowie den politischen und gesetzlichen Rahmen zu schaffen.  

    Komplexität von Großprojekten

    Eine im Gespräch nicht genannte, aber weitere oft beobachtete Hürde ist die teils zu Beginn unterschätzte Komplexität des Weges bis zur fertigen Anlage. Anmeldungen bei Behörden, Suche des geeigneten Installateurs, elektrische Anschlüsse und Installationen, Verhandlungen mit dem Netzbetreiber, Energieabnahme, sowie Vermarktungsverträge, Wahl der Komponenten, Finanzierungsfragen, unklare Förderbedigungen und unklare Zukunftsaussichten des Produktionsstandorts Versicherungsthemen bringen insbesondere bei Unternehmen mit knappen Projektleitungsressourcen ein Photovoltaikprojekt zu einem vorzeitigen Ende, bevor gebaut wird. 

    In diesem Umfeld kann mit einem von SRS angebotenen Contracting-Modell eine Lösung gefunden werden, um rasch und risikominimiert eine Anlage und damit günstigen, erneuerbaren Solarstrom zu erzeugen.