Category: Allgemein

  • Solarports / Solar Carports

    Solarports / Solar Carports

    Parkplatz-PV für Firmenparkplätze: Nachhaltige Energie direkt vor der Tür

    Die Energiewende ist in vollem Gange und Unternehmen in Deutschland können aktiv zur Erreichung der Klimaziele beitragen – mit Photovoltaikanlagen auf Firmenparkplätzen. Parkplatz-PV, also die Installation von Solaranlagen über Parkflächen, bietet eine effiziente Lösung zur Doppelnutzung bereits versiegelter Flächen und kombiniert Umweltschutz mit wirtschaftlichen Vorteilen. Diese innovative Technik wird zunehmend von der Politik gefördert sowie gefordert und ist ein wichtiger Baustein, um den steigenden Energiebedarf nachhaltig zu decken. 

    Parkplatz-PV: Flächen sinnvoll nutzen und dabei Kosten sparen

    Parkplätze bieten riesige ungenutzte Flächen, die sich ideal für die Installation von Photovoltaikanlagen eignen. Die EU-Gebäuderichtlinie EPBD 2024 schreibt Solarpflichten in allen Mitgliedsstaaten vor, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Auch in Deutschland gibt es in vielen Bundesländern bereits Solarpflichten für Neubauten und Parkplätze. Parkplatz-PV trägt nicht nur zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei, sondern bietet Unternehmen auch die Möglichkeit, die erzeugte Solarenergie direkt vor Ort zu nutzen, zum Beispiel zum Laden von Elektrofahrzeugen. 

    Vorteile von Parkplatz-PV

    → Doppelnutzung von Flächen: Bereits versiegelte Parkflächen werden für die Energieerzeugung genutzt. Das bedeutet, dass Unternehmen keine zusätzlichen Flächen bebauen müssen, um Solaranlagen zu installieren. 

    → Komfort und Treibstoffersparnis: Im Sommer bleiben die Fahrzeuge im Schatten, sodass sich der Innenraum weniger stark erhitzt. Das macht das Einsteigen für Mitarbeiter und KundenPartner angenehmer und reduziert den Bedarf an Klimaanlagen. Weniger Klimatisierung führt zudem zu einer Senkung des Treibstoffverbrauchs. 

    → Kostenersparnis: Die erzeugte Solarenergie kann zur Eigenversorgung genutzt werden, was den Bezug von teurem Netzstrom reduziert und Energiekosten senkt. Damit bekommt der Kunde den Carport kostenlos dazu. 

    → Schutz der Fahrzeuge: Photovoltaik-Carports schützen parkende Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen wie Sonne, Regen und Hagel. Das erhöht die Langlebigkeit von Fahrzeugen und reduziert Schäden. 

    → Imagegewinn: Unternehmen, die auf nachhaltige Energielösungen setzen, verbessern ihr öffentliches Image und zeigen Engagement im Bereich des Umweltschutzes. 

     

    Riesiges Flächenpotenzial in Deutschland 

    Das Potenzial von Parkplatz-PV ist enorm. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen haben eine geospatiale Analyse durchgeführt, die zeigt, dass in Deutschland ein technisches Potenzial von 24,6 Gigawatt für Parkplätze mit mehr als 35 Stellplätzen besteht. Nordrhein-Westfalen weist mit 5 Gigawatt das größte Potenzial auf. Dieses riesige Flächenpotenzial bietet Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit, ihre Parkplätze in Energieerzeuger zu verwandeln und gleichzeitig zur Energiewende beizutragen. 

     

    PV-Pflichten in Deutschland: Ein Überblick

    In vielen Bundesländern gelten bereits Solarpflichten für Parkplätze. Hier eine kurze Übersicht: 

    → Baden-Württemberg: Seit 2024 gilt eine PV-Pflicht für Parkplätze mit mehr als 35 Stellplätzen. 

    → Nordrhein-Westfalen: Seit 2022 müssen neue Parkplätze mit mindestens 35 Stellplätzen mit PV-Anlagen ausgestattet werden. 

    → Schleswig-Holstein: Ab 2023 gilt die Pflicht für Parkplätze ab 100 Stellplätzen. 

    → Hamburg: Seit 2024 müssen 40 % der geeigneten Flächen auf Parkplätzen mit mehr als 35 Stellplätzen mit PV belegt werden. 

    Bundesland Dachpflicht Parkplatz Parkplatzpflicht Quelle
    Baden-Württemberg 01.01.2023 01.01.2024
    Bayern 01.03.2023 01.01.2025 Link
    Berlin 01.01.2023C Link
    Brandenburg Bei der Errichtung von Gebäuden mit einer Dachfläche von mindestens 50 m² sind mindestens 50 % der Dachfläche mit Photovoltaikanlagen auszustatten.
    Diese Verpflichtung besteht auch bei vollständiger Erneuerung der Dachhaut. Entscheidend für den Stichtag ist der Baueintragseingang bei der Bauaufsichtsbehörde.
    Link
    Bremen 01.01.2024 Link
    Hamburg 01.01.2023 2027 Link
    Hessen 29.11.2023 29.11.2024 Link
    Mecklenburg-Vorpommern keine Solarpflicht
    Niedersachsen 01.01.2023 2025 Link

    Umwelt-Niedersachsen

    Nordrhein-Westfalen 01.01.2024 01.01.2022 Link
    Rheinland-Pfalz 01.01.2023 01.01.2023 Link
    Saarland Das Saarland sieht bisher nur eine Lastreserve für PV bei Neubauten von Nichtwohngebäuden vor. Mit einem Entwurf zur Änderung der Landesbauordnung soll eine Solarpflicht für öffentliche und gewerbliche Gebäude ab 100 m² Dachfläche eingeführt werden. Diese müssten dann bei Errichtung oder grundlegender Dachsanierung 60% der geeigneten Flächen für PV vorsehen. Bei Parkplätzen ab 35 Stellplätzen soll eine Solarpflicht eingeführt werden, die 60% der geeigneten Flächen betrifft. Link
    Sachsen keine Solarpflicht
    Sachsen-Anhalt keine Solarpflicht
    Schleswig-Holstein 01.01.2023 01.01.2023 Link
    Thüringen keine Solarpflicht Das Bundesland möchte jedoch, wie auch im Thüringer Klimagesetz festgehalten, bis zum Jahr 2040 seinen Energiebedarf in der Gesamtbilanz durch einen Mix aus Erneuerbaren Energien vollständig decken. Zur Erreichung dieses Ziels ist die Fortsetzung des Förderprogramms “Solar-Invest” und eine Photovoltaik-Pflicht geplant.

     

    Diese Regelungen zeigen, dass viele Bundesländer proaktiv Maßnahmen ergreifen, um den Ausbau der Solarenergie zu fördern.

    PV-Pflichten in der Schweiz

    Auf nationaler Ebene gibt es keine Solarpflicht für Parkplätze. Es gibt in verschiedenen Kantonen politische Vorstösse zum Thema (ZH, BE, LU, ZG, ) und auch das Potential wurde schon mehrfach abgeschätzt mit ca. 2-3 GWp («InfraSolaire», 2021, Renera Energy ) bzw. 1400 MWp (ZHAW, 2023, Digital Collection zhaw).   

    Es existiert hingegen eine Plicht für die Erstellung von Solaranlagen (thermisch oder elektrisch) beim Bau neuer Gebäude mit einer anrechenbaren Gebäudefläche von mehr als 300 m2 (Energiegesetz, EnG, Art. 45a, Fedlex). Die Anlagen können an Dächern oder an Fassaden gebaut werden. Die Kantone können diese Grenze auch reduzieren. 

    PV-Pflichten in Frankreich

    In Frankreich gibt es bereits seit 2023 eine Solarpflicht für Parkplätze (Article 40 de la loi ApER, Legifrance). Dabei müssen Parkplätze im Freien mit einer Fläche von mehr als 1 500 Quadratmetern auf mindestens 50% dieser Fläche mit «energieproduzierenden Schattenspendern», also Solar-Carports ausgestattet sein. 

    Wirtschaftlichkeit von Parkplatz-PV

    Ein oft genannter Kritikpunkt bei Parkplatz-PV sind die höheren Kosten im Vergleich zu Dachanlagen. Diese ergeben sich vor allem durch die speziellen Unterkonstruktionen, auf denen die Solarmodule installiert werden müssen. Die Investitionskosten sind etwa 50 % höher, jedoch können durch Synergieeffekte, wie das Laden von Elektrofahrzeugen oder die Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz, die Mehrkosten ausgeglichen werden. 

    Bei SRS bieten wir auch für Solarports bzw. Parkplatz-PV Contracting-Lösungen in verschiedenen Varianten mit und ohne Grundgebühr, um die finanzielle Last für Unternehmen zu übernehmen. 

    Erfolgreiche Projekte setzen Maßstäbe

    Ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von Parkplatz-PV ist der größte PV-Parkplatz Deutschlands, der von der Mosolf-Gruppe in Sachsen errichtet wird. Auf einer Fläche von neun Hektar werden 35.000 Solarmodule installiert, die nach Fertigstellung 16 MW Strom erzeugen und 6.000 Stellplätze überdachen werden. Solche Projekte setzen Maßstäbe und zeigen das enorme Potenzial, das Parkplatz-PV bietet. 

    EU-Gebäuderichtlinie und Solarpflichten 

    Die EU treibt den Ausbau der Solarenergie mit der Gebäuderichtlinie EPBD 2024 voran, die Solarpflichten in allen Mitgliedstaaten vorschreibt. Auch Deutschland hat die Solarpflicht in mehreren Bundesländern eingeführt, doch auf Bundesebene wird eine einheitliche Regelung voraussichtlich nicht mehr in dieser Legislaturperiode umgesetzt. Dennoch zeigt die Vielzahl an Regelungen auf Länderebene, dass die Nutzung von Solarenergie auf Parkplätzen eine wichtige Rolle in der Energiewende spielt. 

    Fazit: Jetzt in Parkplatz-PV realisieren

    Die Parkplatz-PV bietet Unternehmen in Deutschland eine zukunftsweisende Lösung, um ungenutzte Flächen effizient zu nutzen, Energiekosten zu senken und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Besonders in den Bundesländern mit bereits bestehenden Solarpflichten lohnt sich eine frühzeitige Planung, um von den aktuellen Förderungen und Vergünstigungen zu profitieren. 

    Nutzen auch Sie das Potenzial Ihrer Parkflächen! Starten Sie jetzt Ihre Parkplatz-PV und gestalten Sie die Zukunft nachhaltig.

    Mehr zu unseren neuen Dienstleistungen für Solarports / Carports

    Hier lesen!

  • Blitzschneller Bau eines Solarkraftwerkes in Staßfurt (DE)

    Blitzschneller Bau eines Solarkraftwerkes in Staßfurt (DE)

    Blitzschnell gebautes Solarkraftwerk in Staßfurt

    In der Welt der erneuerbaren Energien ist Geschwindigkeit oft ebenso wichtig wie Effizienz. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Dynamik ist das Solarkraftwerk Stassfurt, eines der am schnellsten gebauten Projekte der SRS. Innerhalb nur von 15 Tagen hat das Team eine beeindruckende Anlage mit einer Leistung mit 750 kWp auf das Dach gestellt und dabei gezeigt, wie erfolgreiche Teamarbeit und präzise Planung zusammenkommen können.

    Rekordverdächtige Bauzeit

    Die Bauzeit des Projekts war außergewöhnlich kurz und reibungslos: Vom 1. August bis zum 15. August 2023 wurde das Dach von Staßfurt in Rekordgeschwindigkeit mit über 1 800 Solarmodulen ausgestattet. Diese rasche Umsetzung ist ein Beweis für die hohe Effizienz und Organisation des gesamten SRS-Teams und der Installateure. Zahlreiche Menschen trugen ihren Teil zum Erfolg bei und stellten sicher, dass jeder Schritt des Bauprozesses ohne Verzögerungen ablief.

    Leistungsstarke Solaranlage

    Mit einer installierten Leistung von 749 kWp gehört das Solarkraftwerk Staßfurt zu den leistungsstärkeren Anlagen in der Region. Bereits in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme zeigt die Anlage beeindruckende Ergebnisse: Vom 1. Februar bis zum 31. Juli 2024 wurden insgesamt 305 836 kWh Strom produziert. Diese Menge entspricht dem jährlichen Energiebedarf von etwa 85 Haushalten und verdeutlicht die hohe Effizienz und Kapazität der Anlage.

    Teamarbeit und Organisation: Schlüssel zum Erfolg

    Der Erfolg des Projekts ist nicht nur auf die leistungsstarken Solarmodule zurückzuführen, sondern vor allem auf die hervorragende Teamarbeit und Organisation. Das Engagement und die Koordination der beteiligten Organisatoren und Partner waren entscheidend, um den Bau so zügig und effektiv zu gestalten. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten, darunter auch die KRAFTWERK Tools Industry, stellte sicher, dass die Projektziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen wurden.

    Blick in die Zukunft

    Das Solarkraftwerk Staßfurt ist mehr als nur ein beeindruckendes technisches Projekt – es ist ein Symbol für das Potenzial und die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien. Die schnelle Umsetzung und die hervorragende Leistung der Anlage zeigen, wie durch präzise Planung und engagierte Teams die Energiewende beschleunigt und ein produzierendes Industrieunternehmen mit erneuerbare Energie versorgt werden kann.

    Abschließend möchten wir allen Beteiligten danken, deren unermüdlicher Einsatz dieses Projekt erst möglich gemacht hat. Das Beispiel Staßfurt steht für die Zukunft der erneuerbaren Energieprojekte und zeigt, dass mit der richtigen Kombination aus Geschwindigkeit, Effizienz und Teamarbeit große Erfolge erzielt werden können.

     

    Aufnahme: Andreas Mnich-Rössiger – Andreas Mnich-Rössiger

    Partner: KRAFTWERK Tools Industry GmbH – KRAFTWERK Tools Industry GmbH

     

  • Erfolgreiches Solarprojekt Allega – Ein Meilenstein für nachhaltige Energie

    Erfolgreiches Solarprojekt Allega – Ein Meilenstein für nachhaltige Energie

    Erfolgreiches Solarprojekt Allega – Ein Meilenstein für nachhaltige Energie

    Mit einer Dachfläche von 3’600 Quadratmetern und 1’014 installierten Modulen, die eine Gesamtleistung von etwa 441 kWp erreichen, ist dieses Projekt ein leuchtendes Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung von Photovoltaik in der Region.

    Projektstart und Fertigstellung

    Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel im Oktober 2023. Trotz des engen Zeitplans und der bevorstehenden Winter- sowie Feiertage arbeitet das engagierte Team mit Hochdruck daran, und konnten die Anlage innerhalb 3,5 Monate fertigstellen. Diese ambitionierte Zielsetzung zeigt nicht nur die Kompetenz des gesamten SRS-Teams, sondern auch die Dringlichkeit, mit der in der heutigen Zeit an erneuerbaren Energieprojekten gearbeitet wird.

    Beeindruckende Leistung und Produktion

    Mit einer Gesamtleistung von 441 kWp ist darauf ausgelegt, einen erheblichen Beitrag zur Stromversorgung der Allega zu leisten. Bereits in der Anfangsphase zeigt sich die Effizienz der Anlage deutlich. In einem Zeitraum von sechs Monaten, vom 1. Februar bis zum 31. Juli 2024, produzierte die Solaranlage beeindruckende 252’727 kWh Strom. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 70 Haushalten und zeigt das enorme Potenzial, das in der Nutzung von Solarenergie steckt.

     

    Zum Abschluss möchte die SRS die Gelegenheit nutzen, um sich herzlich bei allen zu bedanken, die bei dem Projekt mitgewirkt haben. Es war uns eine Freude und Ehre, dieses herausragende Projekt gemeinsam mit der Allega GmbH zu realisieren. Solche Partnerschaften sind der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg und einer besseren Zukunft für uns alle.

    Projektpartner: Allega GmbH

    Aufnahme: Werde Design – Stephan Karlen

  • Eigeninvestition gegenüber Contracting – Vor- und Nachteile

    Eigeninvestition gegenüber Contracting – Vor- und Nachteile

    Solar-Contracting: Wie Unternehmen von günstigem Solarstrom profitieren können

    Für viele Unternehmen ist Solarstrom eine attraktive Möglichkeit, Energiekosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Es stellt sich die Frage, in welchem Modell man die Anlage realisieren will oder verkürzt gefragt: Kaufen oder Mieten? Zu beachten ist, dass die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage (PV) zunehmend komplex und risikobehaftet ist. Die zunehmende Komplexität ergibt sich aus dem sich verändernden Umfeld. Welchen Preis bekommt man in Zukunft für Überschuss-Strom? Wie vermindert man Lastspitzen effektiv? Hier kommt Solar-Contracting ins Spiel – eine innovative Lösung, die alle Risiken auf den Contractor verlagert und den Unternehmen gute Beratung und günstigen Solarstrom bietet, ohne die Hürden einer Eigeninvestition.

    Was ist Solar-Contracting?

    Beim Solar-Contracting übernimmt ein spezialisierter Anbieter, wie etwa SRS mit ihrem Produkt „Care & Share“, die komplette Planung, Finanzierung, Installation und den Betrieb der Solaranlage auf dem Unternehmensgebäude. Im Gegensatz zur Eigeninvestition trägt der Contractor sämtliche Risiken, die mit der Installation und dem Betrieb der PV-Anlage verbunden sind. Dazu gehören Planungs- und Baufehler, Komponentenversagen, wetterbedingte Ertragsausfälle und auch Marktpreisrisiken für überschüssigen Strom, der ins Netz eingespeist wird.

    Die Vorteile von Solar-Contracting gegenüber einer Eigeninvestition

    Der entscheidende Vorteil des Solar-Contractings liegt darin, dass alle Interessen von Contractor und Gebäudebesitzer aufeinander abgestimmt sind. Während Installateure oft darauf abzielen, möglichst schnell zu einem möglichst hohen Preis eine PV-Anlage zusammen mit Batterien und E-Ladestationen zu verkaufen (und günstige Komponenten einzusetzen), liegt das Interesse des Contractors darin, eine langlebige und effiziente Anlage zu errichten. Der Contractor profitiert nur, wenn die Anlage über ihre gesamte Lebensdauer hinweg möglichst viel Strom lokal produziert und vom Unternehmen verbraucht wird. Dies bedeutet, dass hochwertige Komponenten und sorgfältige Planung im Fokus stehen, um eine maximale Lebensdauer und Ertragssicherheit zu gewährleisten. Also die genau gleichen Interessen, die auch die Gebäudebesitzenden haben.

    Erfahrungsbericht: Eigeninvestition vs. Solar-Contracting

    Ein Praxisbeispiel von Balz Hegg, Geschäftsführer der Swissframe AG, verdeutlicht die Herausforderungen einer Eigeninvestition. Trotz seiner Erfahrung im Bauwesen gestaltete sich die Realisierung einer PV-Anlage mit Batterie und Ladestationen als äußerst zeitintensiv und komplex. Der gesamte Prozess dauerte drei Jahre und erforderte unzählige Stunden an Managementaufwand. Im Gegensatz dazu ist bei Solar-Contracting die Anlage in der Regel bereits 5-9 Monate nach Vertragsunterzeichnung betriebsbereit, und der Gebäudebesitzer kann sofort von günstigem Solarstrom profitieren.

    Fazit: Warum Solar-Contracting die bessere Wahl für Unternehmen ist

    Unternehmen, die in Solarenergie investieren möchten, ohne die Risiken und den Aufwand einer Eigeninvestition zu tragen, sollten Solar-Contracting in Betracht ziehen. Mit einem Partner wie SRS an ihrer Seite können sie sicher sein, dass ihre Anlage optimal betrieben wird und sie langfristig von günstigem, lokal erzeugtem Solarstrom profitieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: geringere Risiken, weniger Managementaufwand und eine Anlage, die zuverlässig und effizient arbeitet – ideal für Unternehmen, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren möchten.

    Im untenstehenden Video berichtet Balz Hegg von Swissframe über seine Erfahrungen mit der Eigeninvestition in eine PV-Anlage – ein wertvoller Einblick für alle, die den Unterschied zum Solar-Contracting kennenlernen möchten.

     

     

     

  • Entwicklungen im Photovoltaikmodul-Markt: Preis und Wirkungsgrad im Fokus

    Entwicklungen im Photovoltaikmodul-Markt: Preis und Wirkungsgrad im Fokus

    Strompreise in Deutschland: Entwicklungen 2025 und der Blick nach vorn

    Die Strompreise in Deutschland stehen weiterhin im Fokus von Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik. Nach den drastischen Anstiegen infolge der Energiekrise zeigen sich im Jahr 2025 differenzierte Entwicklungen: Entlastungen in einigen Bereichen, aber auch neue Herausforderungen durch regulatorische und strukturelle Rahmenbedingungen. Ein Überblick auf Basis der aktuellen BDEW- und vbw-Analysen.

    Haushaltsstrompreise: Stabil auf hohem Niveau

    Laut der BDEW-Strompreisanalyse (Juli 2025) liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushalte bei 39,7 ct/kWh. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2024: 42,29 ct/kWh), bleibt jedoch deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise. Die Preisstruktur setzt sich wie folgt zusammen:

    •𝗕𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝗳𝘂𝗻𝗴, 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯 𝘂𝗻𝗱 𝗠𝗮𝗿𝗴𝗲: 16,04 ct/kWh (40,4 %)

    •𝗡𝗲𝘁𝘇𝗲𝗻𝘁𝗴𝗲𝗹𝘁𝗲: 10,95 ct/kWh (27,6 %)

    •𝗦𝘁𝗲𝘂𝗲𝗿𝗻, 𝗔𝗯𝗴𝗮𝗯𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗺𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻: 12,71 ct/kWh (32 %)

    Auffällig ist der gestiegene Anteil der staatlichen Preisbestandteile (+1,58 ct/kWh im Vergleich zu 2024), was die politische Diskussion über Stromsteuerentlastung und gezielte Fördermaßnahmen erneut anheizt. Die Preisstruktur zeigt, dass rund 40 % des Endpreises auf Beschaffung und Vertrieb entfallen.

    Industriestrom: Entlastung für energieintensive Unternehmen?

    Bei den Strompreisen für industrielle Letztverbraucher zeigt sich eine deutliche Spreizung:

    •𝗞𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗯𝗶𝘀 𝗺𝗶𝘁𝘁𝗹𝗲𝗿𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 (𝟭𝟲𝟬.𝟬𝟬𝟬–𝟮𝟬 𝗠𝗶𝗼. 𝗸𝗪𝗵): 18,31 ct/kWh (2024: 17,09 ct/kWh)

    •𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝗲 𝗜𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗯𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗔𝘂𝘀𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘀𝗿𝗲𝗴𝗲𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: Deutlich niedrigere reale Kosten durch Ausnahmen bei Netzentgelten, EEG-Umlage etc.

    Die BDEW-Daten zeigen: Die Entlastung auf dem Großhandelsmarkt kommt nur teilweise bei kleineren Betrieben an, während Großabnehmer stärker von den gesunkenen Marktpreisen profitieren – nicht zuletzt durch regulatorische Entlastungsmaßnahmen.

    Strom bleibt teuer – trotz Erneuerbarer Energie

    Die vbw-Strompreisprognose 2024, erstellt von Prognos, skizziert die Entwicklung der Strompreise in Deutschland bis zum Jahr 2045. Drei Szenarien – „Trägheit“, „Referenz“ und „Zielerreichung“ – bilden unterschiedliche Entwicklungspfade ab, kommen jedoch zu vergleichbaren Grundtendenzen: Für das Jahr 2030 werden Großhandelsstrompreise (nur Energie!) zwischen 86 und 101 Euro pro Megawattstunde erwartet – mehr als doppelt so viel wie 2019, als der Preis bei 41 Euro pro Megawattstunde lag. Bis 2045 ist ein moderater Rückgang auf 73 bis 85 Euro pro Megawattstunde prognostiziert. Es darf nicht vergessen werden, dass dies die reinen Energiepreise ohne die zusätzlichen Netzentgelte sind!

    Das dauerhaft hohe Preisniveau wird im Wesentlichen durch drei zentrale Faktoren bestimmt: hohe Gaspreise, steigende CO₂-Kosten im europäischen Emissionshandel sowie erhebliche Investitionen in die Erzeugungs- und Netzinfrastruktur.

    Parallel zur Preisentwicklung zeigt die Prognose auch markante Veränderungen in der Struktur der Stromerzeugung. Erneuerbare Energien werden zur dominierenden Erzeugungstechnologie: Bereits im Jahr 2030 sollen sie rund 81 % der Nettostromerzeugung ausmachen. Der marktgetriebene Ausstieg aus der Kohleverstromung vollzieht sich bis 2035, wobei die Braunkohle bereits 2030 aus dem Markt gedrängt wird – vor allem aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke. Ab 2030 gewinnt zudem die Wasserstoffverstromung zunehmend an Bedeutung. Deren Kosten wirken sich laut Annahme der Studie jedoch nicht preistreibend auf den Strommarkt aus, da entsprechende staatliche Instrumente kompensierend eingreifen.

    Trotz kurzfristiger Entlastungen bleibt die Strompreisentwicklung in Deutschland angespannt. Für Haushalte bedeutet das: Der Strompreis dürfte auch mittelfristig über dem gewohnten Niveau bleiben. Für Unternehmen – insbesondere den Mittelstand – ist der Kostendruck trotz Marktberuhigung nicht vorbei.

    Entscheidend wird sein, wie die Politik auf nationaler und europäischer Ebene agiert: Ob Stromsteuern gesenkt, Netzentgelte fairer verteilt und neue Marktanreize geschaffen werden. Denn eines ist klar: Die Transformation des Energiesystems wird auch eine finanzielle Herausforderung bleiben – für alle Beteiligten.

    Klar ist, je unabhängiger Sie sich vom Markt machen, desto weniger betroffen sind Sie von Launen des Marktes und der Politik!

    Quellen:
    https://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Wirtschaftspolitik/2024/Downloads/Strompreisprognose_2024_v4-(002).pdf 

    https://www.bdew.de/media/documents/BDEW-Strompreisanalyse_05-2025.pdf 

    https://www.bdew.de/media/documents/Fakten_und_Argumente_Stromkostenentwicklung_2030.pdf 

  • Negative Strompreise und die Verantwortung der Solaranlagenbesitzer: Ein Blick auf die Energiezukunft der Schweiz

    Negative Strompreise und die Verantwortung der Solaranlagenbesitzer: Ein Blick auf die Energiezukunft der Schweiz

    Nach aktuellen Analysen ist 𝗦𝗼𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗩𝗼𝗿𝗺𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵 – insbesondere in der Schweiz, aber auch mit Herausforderungen in Deutschland.  

    Deutschland verzeichnet aktuell einen deutlichen Rückgang beim Photovoltaik-Zubau:
    Im März 2025 wurden nur rund 𝟳𝟴𝟳 𝗠𝗲𝗴𝗮𝘄𝗮𝘁𝘁 neue PV-Leistung installiert – der niedrigste Monatswert seit Ende 2022. Besonders stark betroffen ist der Markt für Dachanlagen, aber auch Freiflächenanlagen gingen spürbar zurück.
    Lediglich Stecker-Solar-Geräte verzeichnen ein kräftiges Wachstum: Im März wurden fast 𝟰𝟮.𝟱𝟬𝟬 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗕𝗮𝗹𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲 mit insgesamt 49 Megawatt registriert.
    Trotzdem zählt Deutschland mit über 𝟭𝟭𝟬𝟬 𝗪𝗮𝘁𝘁 𝗶𝗻𝘀𝘁𝗮𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗶𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗽𝗿𝗼 𝗞𝗼𝗽𝗳 weiterhin zu den führenden Ländern beim PV-Ausbau. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, wie sensibel der Markt auf politische Änderungen reagiert. 

    In der Schweiz setzt sich der positive Trend fort:
    Im Jahr 2024 wurden rund 1,78 Gigawatt neue Photovoltaiksysteme installiert – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: 2023 waren es 1,64 GW, 2022 rund 1,08 GW. Die erwartete PV-Produktion 2024 entspricht damit rund 𝟭𝟯,𝟵 % 𝗱𝗲𝘀 𝗽𝗿𝗼𝗴𝗻𝗼𝘀𝘁𝗶𝘇𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘀 𝗳ü𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟱– ein deutliches Zeichen für den Fortschritt der Energiewende in der Schweiz. 

    Für 2025 wird in Deutschland und in der Schweiz ein rückläufiger Zubau erwartet.  Grund dafür könnten die geplanten politischen Anpassungen sein – wie etwa geringere Einspeisevergütungen oder reduzierte Förderanreize, künftig dämpfend auf den Markt auswirken. Noch handelt es sich dabei um Erwartungen – die konkreten Effekte bleiben abzuwarten.

    Quellen:
    IEA
    https://www.pv-magazine.de/
    https://www.pv-magazine.com/
     

  • Ausschreibungspflicht für PV-Anlagen > 1000 kWp

    Ausschreibungspflicht für PV-Anlagen > 1000 kWp

    Wussten Sie schon? Ausschreibungspflicht für die PV-Anlagen über 1.000kWp

    Wenn Sie planen, in Deutschland eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von über 1000 kWp zu bauen, müssen Sie an einer Ausschreibung (Auktion) teilnehmen. Sie bewerben sich in der Auktion um einen Vergütungspreis für den Überschussstrom, also den Teil der Energie, den Sie nicht selbst vor Ort verbrauchen.  

    Ziel des Gesetzgebers ist es, den Betreibern von Photovoltaikanlagen eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit zu tiefstmöglichen Kosten zu geben und damit den Bau von Photovoltaikanlagen zu fördern 

    Die Bundesnetzagentur organisiert mehrmals im Jahr Ausschreibungen für Solaranlagen dieses ersten Segments. Diese finden jeweils am 1. März, 1. Juli und 1. Dezember statt. Etwa fünf bis acht Wochen vor dem jeweiligen Termin werden die wichtigsten Parameter der Ausschreibungsrunde auf der Webseite der Bundesnetzagentur bekannt gegeben. 

    Gebotsabgabe und Gebotsformulare

    Ihre Gebote müssen bis zum Gebotstermin am Bonner Standort der Bundesnetzagentur eingegangen sein. Dabei sind die Formatvorgaben der Bundesnetzagentur zwingend zu beachten. Ein verspäteter Eingang oder Verstöße gegen die Formatvorgaben führen zum Ausschluss des Gebotes. 

    Wichtige Hinweise zur Gebotsabgabe

    Verwenden Sie immer die Formulare des aktuellen Gebotstermins. Veraltete Formulare führen zum Ausschluss. 

    Das ausgefüllte Gebotsformular muss in einem separaten verschlossenen Umschlag eingereicht werden (Umschlag im Umschlag), um sicherzustellen, dass das Gebot erst nach dem Gebotstermin geöffnet wird.

    Fügen Sie dem Gebot die erforderlichen Unterlagen bei, darunter Angaben zum Bevollmächtigten und das Formblatt Standort (falls benötigt). 

    Gebühren und Sicherheit

    Für jedes Gebot ist eine Gebühr von 624 Euro zu entrichten, die spätestens am Gebotstermin auf dem Konto der Bundeskasse eingegangen sein muss. Zudem ist für jedes Gebot eine Sicherheit von 50 Euro pro Kilowatt Gebotsmenge zu stellen. Diese kann auf das angegebene Konto überwiesen oder durch eine Bürgschaft eines Kreditinstituts geleistet werden. 

    Beispiel: 

    Anlage mit 1.024 kWp  

    Gebot 624 € einmalig und 1.024 * 50 €/kWp = 51.200 € 

    Gesamtkosten: 51.824 € 

    Rücknahme von Geboten 

    Gebote können bis zum jeweiligen Gebotstermin zurückgenommen werden, wenn das entsprechende Formular Gebotsrücknahme vollständig ausgefüllt und rechtzeitig eingereicht wird. In diesem Fall muss der Bieter drei Viertel der Gebühr zahlen. 

    Zuschlagsverfahren

    Nach dem Gebotstermin prüft die Bundesnetzagentur die eingegangenen Gebote. Alle Gebote, die die Voraussetzungen erfüllen, erhalten einen Zuschlag, sofern die Summe der in den Geboten genannten installierten Leistung das ausgeschriebene Volumen nicht übersteigt. Ist dies nicht der Fall, erhalten die günstigsten Gebote den Zuschlag. 

    Nach dem Zuschlag

    Erteilte Zuschläge erlöschen, wenn die Anlage nicht innerhalb von 24 Monaten nach der Bekanntgabe der Zuschlagserteilung in Betrieb genommen wird oder wenn kein Antrag zur Ausstellung einer Zahlungsberechtigung innerhalb von 26 Monaten gestellt wird. In diesem Fall muss der Bieter eine Pönale in Höhe der Sicherheit an den Übertragungsnetzbetreiber entrichten. 

    Die Ergebnisse der vergangenen Zuschlagsverfahren werden im Internet bekanntgegeben, und die Bieter werden darüber zusätzlich benachrichtigt. 

    Während des Betriebs der PV-Anlage

    Nach Inbetriebnahme genießen Sie die Vorteile aus dem Eigenverbrauch des Stroms aus Ihrer PV-Anlage und reduzieren Ihren Bedarf vom Lieferanten. Der Eigenverbrauch hat mit der Auktion bzw. der Förderung nichts zu tun. Beim überschüssigen Strom hingegen greift der in der Auktion bezuschlagte Wert für die Vergütung des ins Netz der öffentlichen Versorgung eingespeisten Stroms. Dieser ist in Form eines “anzulegenden Gebotswertes” für die Einspeisevergütung festgelegt.  

    Die Differenz zwischen dem anzulegenden Gebotspreis und dem Marktpreis zahlt der an der Abnahmestelle verantwortliche Netzbetreiber. Diese Differenz (Marktprämie) wird einmalig jährlich auf Basis der Vorjahresdaten festgelegt und je eingespeister MWh ausbezahlt.  

    Allerdings ist das System in der praktischen Umsetzung noch um einiges komplizierter.  

    Einerseits hat der Gesetzgeber beschlossen, die Marktentwicklung der Strompreise in diesem System abzubilden. Somit muss jeder Anlagenbetreiber mit einem Direktvermarkter (DV) einen Vertrag abschließen. Der DV verkauft den eingespeisten Strom dann an der Energiebörse EPEXSpot und gibt die erzielten Erlöse abzüglich eines Dienstleistungsentgeltes an den Anlagenbetreiber weiter. Daraus entsteht dem Anlagenbetreiber jedoch ein Preisrisiko, da der Spotmarkt stark volatil ist (es kommt nicht selten gerade in den sonnenreichen Mittagsstunden auch zu negativen Strompreisen). 

    Andererseits gibt es noch eine weitere Einschränkung. Treten vier Stunden in Folge negative Spotpreise auf, wird für diese gesamte Zeitperiode der negativen Preise keine Marktprämie gezahlt. 

    Im Ergebnis ist die Vergütung des eingespeisten Stroms also durchaus risikobehaftet. Gerade während eines Zeitraums mit negativen Spotpreisen >4h zahlt der Anlagenbetreiber sogar für den eingespeisten Strom an den Spotmarkt zuzüglich des Dienstleistungsentgelt an den Direktvermarkter und erhält ausserdem auch keine Marktprämie. Dies kann nur vermieden werden, wenn die Anlagenleistung während solcher Zeiträume auf den Eigenbedarf begrenzt und somit gedrosselt ist.  

    Ist das aber der Sinn der Förderung der erneuerbaren Energien? 

    Fallbeispiel

    Anzulegender Wert aus Auktion gewonnenen (hier Mittelwert aus Auktion vom Juni 2024): 89.4 €/MWh 

    Marktpreis zur Berechnung der Vergütung: 60 € /MWh (Vorjahrespreis) 

    Aktuell erzielter Marktpreis: z.B. 40/MWh 

    Vergütung vom Netzbetreiber: 29.4 €/MWh  

    Ausbezahlter Preis: 69.4 €/MWh (also tiefer als der anzulegende Wert!) 

     

    Für detaillierte Informationen und die benötigten Formulare besuchen Sie bitte die Webseite der Bundesnetzagentur oder wenden Sie sich an uns. 

    Im «CareandShare-Modell» der SRS übernimmt die SRS auch alle Markt- und Preisrisiken, Sie profitieren von sehr attraktiven Strompreisen ohne Aufwand und Risiken.

    Photovoltaik Im Unternehmen

     

     

  • Photovoltaik-Anlagen im Niederspannungsnetz: Externer NA-Schutz nicht mehr notwendig

    Photovoltaik-Anlagen im Niederspannungsnetz: Externer NA-Schutz nicht mehr notwendig

    Photovoltaik-Anlagen im Niederspannungsnetz: Externer NA-Schutz nicht mehr notwendig

    Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz wächst unaufhaltsam. Eine sichere und konforme Integration dieser Anlagen in das Verteilnetz ist daher von grösster Bedeutung. Die Netzbetreiber sind für den sicheren Betrieb der Stromnetze verantwortlich und verlangten bis anhin einen sogenannten Netz- und Anlagen-Schutz (NA) beim Anschluss einer Solaranlage, der Kosten in der Grössenordnung von 2-5% der Anlagenkosten oder bei grösseren Anlagen 5’000 bis 40’000 pro Anlage (bei grossen Anlagen) verursachte. Lange wurde diskutiert, ob neben dem internen der Wechselrichter auch ein zusätzlicher externer NA-Schutz erforderlich ist bzw. ob dieser die Sicherheit effektiv erhöht.

    Um diese Frage zu klären, haben sich führende Branchenvertreter, darunter der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), Swissolar, der Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke und Kraftwerke (VSEK), Swissgrid, verschiedene Verteilnetzbetreiber sowie wissenschaftliche Einrichtungen wie die ETH Zürich, die Berner Fachhochschule (BFH), die Technische Universität Graz und die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Unterstützt wurde dieses Projekt vom Bundesamt für Energie (BFE).

    Ergebnis der Untersuchungen: Kein externer NA-Schutz im Niederspannungsnetz notwendig

    Die Untersuchungen des Konsortiums haben gezeigt, dass im Niederspannungsnetz auf einen zusätzlichen externen NA-Schutz bei netzfolgenden PV-Wechselrichtern verzichtet werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass die Wechselrichter über einen normkonformen internen NA-Schutz verfügen und weitere Bedingungen, wie die korrekten Wechselrichtereinstellungen, erfüllt sind. Um sicherzustellen, dass Wechselrichter diese Schutzaufgaben zuverlässig und qualitativ hochwertig übernehmen, hat das Konsortium entsprechende Empfehlungen formuliert.

    Veröffentlichung und Umsetzung

    Der finale Projektbericht wird voraussichtlich im Herbst 2024 vom BFE veröffentlicht. Der VSE plant, die Ergebnisse in die Überarbeitung der Branchenempfehlung „NA/EEA-NE7 – CH“ einfliessen zu lassen, die Anfang 2025 publiziert werden soll. Bis dahin gilt die aktuelle Ausgabe von 2020 als Stand der Technik.

    Einige Netzbetreiber haben sich bereits entschlossen, die Empfehlungen des Konsortiums vorab umzusetzen und verzichten bei neuen netzfolgenden Niederspannungs-PV-Anlagen auf einen externen NA-Schutz. Welche spezifischen Regeln in den jeweiligen Netzgebieten gelten, können Interessierte bei ihrem lokalen Verteilnetzbetreiber erfragen. SRS begrüsst diese Vereinfachung beim Bau von Photovoltaik-Anlagen sehr. Nach Schätzungen von Swissolar führt diese Änderung zu jährlichen Einsparungen von mindestens 10 Millionen Franken.

    Kostenersparnis und Effizienzsteigerung für SRS-Kunden

    Wir von SRS sind stets bemüht, die aktuellsten Regelungen zu befolgen und unseren Kunden die besten Lösungen zu bieten. Durch den Verzicht auf den externen NA-Schutz bei PV-Anlagen im Niederspannungsnetz können wir erhebliche Kosten einsparen. Diese Einsparungen geben wir direkt an unsere Kunden weiter. Im Rahmen unseres Contracting-Modells „Care & Share“ profitieren unsere Kunden somit von noch günstigeren Strompreisen. Die Zukunft der Solarenergie sieht hell aus – gemeinsam machen wir sie noch effizienter und kostengünstiger.

  • Gebotsverfahren und Photovoltaikauktionen in Schweiz und Deutschland ☀️

    Gebotsverfahren und Photovoltaikauktionen in Schweiz und Deutschland ☀️

    Nach aktuellen Analysen ist 𝗦𝗼𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗩𝗼𝗿𝗺𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵 – insbesondere in der Schweiz, aber auch mit Herausforderungen in Deutschland.  

    Deutschland verzeichnet aktuell einen deutlichen Rückgang beim Photovoltaik-Zubau:
    Im März 2025 wurden nur rund 𝟳𝟴𝟳 𝗠𝗲𝗴𝗮𝘄𝗮𝘁𝘁 neue PV-Leistung installiert – der niedrigste Monatswert seit Ende 2022. Besonders stark betroffen ist der Markt für Dachanlagen, aber auch Freiflächenanlagen gingen spürbar zurück.
    Lediglich Stecker-Solar-Geräte verzeichnen ein kräftiges Wachstum: Im März wurden fast 𝟰𝟮.𝟱𝟬𝟬 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗕𝗮𝗹𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲 mit insgesamt 49 Megawatt registriert.
    Trotzdem zählt Deutschland mit über 𝟭𝟭𝟬𝟬 𝗪𝗮𝘁𝘁 𝗶𝗻𝘀𝘁𝗮𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗶𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗽𝗿𝗼 𝗞𝗼𝗽𝗳 weiterhin zu den führenden Ländern beim PV-Ausbau. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, wie sensibel der Markt auf politische Änderungen reagiert. 

    In der Schweiz setzt sich der positive Trend fort:
    Im Jahr 2024 wurden rund 1,78 Gigawatt neue Photovoltaiksysteme installiert – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: 2023 waren es 1,64 GW, 2022 rund 1,08 GW. Die erwartete PV-Produktion 2024 entspricht damit rund 𝟭𝟯,𝟵 % 𝗱𝗲𝘀 𝗽𝗿𝗼𝗴𝗻𝗼𝘀𝘁𝗶𝘇𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘀 𝗳ü𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟱– ein deutliches Zeichen für den Fortschritt der Energiewende in der Schweiz. 

    Für 2025 wird in Deutschland und in der Schweiz ein rückläufiger Zubau erwartet.  Grund dafür könnten die geplanten politischen Anpassungen sein – wie etwa geringere Einspeisevergütungen oder reduzierte Förderanreize, künftig dämpfend auf den Markt auswirken. Noch handelt es sich dabei um Erwartungen – die konkreten Effekte bleiben abzuwarten.

    Quellen:
    IEA
    https://www.pv-magazine.de/
    https://www.pv-magazine.com/
     

  • Intersolar Messe München 2024

    Intersolar Messe München 2024

    Was ist weiss und hat abgerundete Ecken? – Oder: Was hat die grösste Solarfachmesse in Europa 2024 gezeigt? 

    Der Juni bringt für die Solarbranche ein Highlight im Kalender: Den Besuch der Intersolar („the smarter E“), der führenden Fachmesse für Solarmodule, Speicher und E-Mobilität. Mit 30

    00 Ausstellern (!) und über 100‘000 Besuchenden hat die Messe wieder bewiesen, ein zentraler Treffpunkt für Innovatoren, Hersteller und Fachleute der Branche zu sein.  

    Dieses Jahr waren die SRS und die oe.energy-Gruppe auf der Messe mit einem Stand vertreten. Über zahlreiche Kundengespräche hinaus haben wir uns auch auf der Messe umgeschaut.

    Solarmodule: Innovation und Konkurrenzdruck

    Hersteller von Solarmodulen stehen unter immensem Druck, ihre Entwicklungszyklen zu verkürzen und gleichzeitig innovative Lösungen anzubieten. Besonders auffällig war das verstärkte Angebot an Wechselrichtern und Speichern. Trotz der Konkurrenz, die insbesondere aus China kommt, zeigen die Hersteller beeindruckende Fortschritte in der Technologie. Angekündigte Modulwirkungsgrade für ca. Ende Jahr sind bei den besten um die 23.5% in der breiteren Masse und Spitzen bei bis zu 24.6% (beispielsweise Tongwei). Das ist ein beeindruckender Anstieg im Vergleich zu den Wirkungsgraden von 14% im Jahr 2011.

    Zukunftsausblick:

    Ein Hersteller prognostiziert für 2025 einen Zellwirkungsgrad (Achtung, nicht Modulwirkungsgrad, der ca. 2-3% tiefer liegt) von 27.3% und hofft, durch Perowskit-Tandemzellen im Jahr 2026 auf 34.6% zu kommen – das wäre ein sehr beachtlicher Fortschritt innert kürzester Zeit!

    Preisentwicklung:

    Grosse Überkapazitäten führten in den letzten Monaten zu einem regelrechten Preiszerfall. Eine untere Grenze scheint unterdessen erreicht worden zu sein. Mit den Wirkungsgrad-Erhöhungen wird man trotzdem noch mehr Watt bekommen fürs Geld (auch wenn der Modulstückpreis eher nicht mehr sehr schnell sinkt).

    Modulherkunft:

    Das ist v.a. auch ein politisches Thema, sichtbar und führend sind die chinesischen Modulhersteller. Aber es tut sich auch etwas in Europa. Beispielsweise 3sun, https://www.3sun.com/ in Italien baut die Produktion auf 3 GW in Sizilien aus bis 2025, AE solar (https://ae-solar.com/) oder auch Kalyon aus der Türkei (https://kalyonpv.com/en/) können europäische Module liefern.

    Speichertechnologien: Vielfalt und Segmentierung

    Die Speichersysteme waren ebenfalls ein zentrales Thema. Besonders im Commercial & Industrial (C&I) Segment gab es neu zahlreiche neue Angebote bzw. Ankündigungen.

    Die vielen Angebote im Privatanwenderbereich waren bereits letztes Jahr sehr zahlreich. Auffallend war dieses Jahr, dass die Neuankündigungen sich alle sehr ähneln im Design: weisse, quaderförmige, stapelbare Elemente mit abgerundeten Ecken.

    Technologisch werden die Li-Zellen so weiterentwickelt, damit sie auch in grossen Modulen schnellere Lade- und Entladezyklen erlauben, das heisst auch mehr Leistung. Der „C-Wert“ ist dafür die sehr wichtig Kennzahl und beschreibt das Verhältnis zwischen Lade/Entladeleistung und der Kapazität. 2C bedeutet beispielsweise, dass die Kapazität einer Batterie innert einer halben Stunde geladen werden kann. Weiter besteht ein Trend zu grösseren Zellen, um die Kostenreduktion weiter voranzutreiben.

    Preisentwicklung:

    Die Zellpreise der Li-Batterien aus China sind weiter gesunken, in den letzten 12 Monaten haben sie sich ungefähr halbiert!

    Wechselrichter: Größer und vielseitiger

    Die Wechselrichterindustrie erlebt ebenfalls einen Montagesysteme: Effizienz und Innovation.

    Mit dem Absinken der Modulpreise sind die Montagesystem-Kosten teilweise bereits höher als die Modulkosten. Das wird auch einen Druck auf die Montagesystem-Anbieter mit sich bringen, die Kosten weiter zu senken. Insbesondere in Ländern mit höheren Arbeitskosten ist es wichtig, dass die Montage sehr rasch und wenn möglich werkzeuglos (z.B. nur durch Einrasten) durchgeführt werden kann. Erwähnenswert ist weiter die bereits seit mehreren Jahren feststellbare Konkurrenz der Materialien zwischen Aluminium und Stahl.

    Fazit

    Unser Besuch auf der Intersolar 2024 hat gezeigt, dass die Solar- und Speicherindustrie sich aktuell gerade in einem Hoch befindet und weiterhin von Kostendruck, Innovation und technologischen Fortschritten getrieben wird. Die Hersteller stehen vor der Herausforderung, nicht nur effizientere und kostengünstigere Produkte zu entwickeln, sondern auch den wachsenden Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, weil sich dank regulatorischen Änderungen und sinkenden Komponenten-Preisen (Speicher und Module) neue Geschäftsmodelle ergeben. Erstaunlich ist, dass auch viel Richtung Standardisierung geht: Offenbar müssen Batteriespeicher für Heimanwendungen weiss und mit abgerundeten Kanten präsentiert werden.

    Links und Quellen:

    https://www.thesmartere.de/start

    https://www.intersolar.de/start

    https://www.intersolar.de/pressemeldung/abschluss-messe?ref=m5f53a666f3a2cb2fee160554-s602e6518ef7d5b4a39480733-t1720540268-ca0898fda