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  • Die Schweiz ist zu langsam unterwegs!

    Die Schweiz ist zu langsam unterwegs!

    Die Schweiz ist zu langsam unterwegs!

    Danke an die Neue Zürcher Zeitung und die Autoren David Vonplon und Christof Forster für die klare Darstellung beim Zubau von Erneuerbaren im Ländervergleich.

    In der Solarbranche sagen wir schon seit Jahren, dass es mehr Tempo braucht. Zum Glück schlafen die Unternehmen nicht und bauen von Jahr zu Jahr mehr zu und der Bund (Swiss Federal Office of Energy SFOE) hat auch einiges getan. Die Verdoppelung der Zubaumenge vom rekordhohen 2022 (1’000 MW) ist allerdings kein Kinderspiel, v.a. weil bei uns die gesamte Photovoltaik auf Gebäuden gebaut wird.

    Die Schweiz liegt beim Solar- und Windstrom zurück

    Stromproduktion 2022 pro Kopf in KWh

    Ziel der SRS:

    Auf jedes Industrie- und Gewerbegebäude in der Schweiz und Deutschland bringen wir rasch und profitabel Photovoltaik.

    Mehr zum Thema Solar-Boom gibt es hier zum nachlesen – Quelle

  • Liegenschaften von Pensionskassen verschleudern viel CO₂

    Liegenschaften von Pensionskassen verschleudern viel CO₂

    Liegenschaften von Pensionskassen verschleudern viel CO₂ 

    Wie klimafreundlich sind Gebäude, die im Besitz grosser Pensionskassen? 

    Eine SRF-Umfrage zeigt ihre CO2-Bilanz. 

    Ein Viertel des Schweizer CO₂-Ausstosses stammt aus Gebäuden. Ein bedeutender Teil von ihnen ist in der Hand von Pensionskassen: Sie besitzen Liegenschaften im Wert von rund 285 Milliarden Franken. Die Pensionskassen haben also mit ihren Immobilien viel Einfluss auf dem Weg der Schweiz zu netto null CO₂ bis 2050. 

    SRF wollte von grossen Pensionskassen wissen, wo sie mit ihren Liegenschaften in energietechnischer Hinsicht stehen. Donato Scognamiglio vom Immobilien-Beratungsunternehmen Iazi hat für SRF die Umfrage analysiert: «Es sind Zahlen, die wir in dieser Form noch nie gesehen haben.» 

    Die Ergebnisse der Umfrage machten deutlich, dass alle angefragten Pensionskassen bemüht seien, den CO₂-Ausstoss ihrer Immobilien zu senken 

    Die Umfrage zeigt, dass der Anteil von Öl- und Gasheizungen nach wie vor hoch ist: Er liegt bei fast allen Pensionskassen über dem Schweizer Schnitt von 58 Prozent. 

    Da viele Gebäude mit Öl – und Gasheizung und schlechter Dämmerung existieren, schlägt sich auch im CO2 Verbrauch pro Quadratmeter Energiebezugsfläche nieder.

    Teilweise beträgt er bei den Immobilien der angefragten Pensionskassen 20 und Mehr Kilogramm CO2 pro Quadratmeter.

    Die Pensionskassen müssen eine angemessene Rendite auf ihren Anlagen erzielen, um die Vorsorgegelder ihrer Versicherten zu verzinsen. Gleichzeitig sollten sie ihre Immobilien Klimamassig auf den neuesten Stand bringen.

     

    Quelle

  • Messe Intersolar München

    Messe Intersolar München

    Wir waren letzte Woche auf der Intersolar.

    Diese 3 Themen sind uns besonders geblieben:

    Die Entwicklungen in der Modultechnologie laufen auf Hochtouren, der Wirkungsgrad wird laufend gesteigert. So zum Beispiel anhand folgender Anpassungen:

    • PERC (Passivierte Emitter- und Rückseitenkontakt-Solarzelle): Sogenannte PERC-Solarzellen sind der aktuelle Standard in der Herstellung von Solarmodulen. Die modifizierten Solarzellen können im Vergleich zu herkömmlichen Zellen 6-12 % mehr Energie erzeugen. Eine zusätzliche dielektrische Schicht auf der Rückseite sorgt für eine höhere #Effizient. Das gelingt durch die Reduktion von Elektron-Loch-Rekombinationen und die bessere Nutzung des eintreffenden Lichts (stärkere Reflektion an der Zellrückseite).
    • IBC (interdigitated back contact cells): Durch den Verbau der Kontakte auf der Modulrückseite bleibt die Vorderseite frei von Kontaktverschattung und hat eine homogene Erscheinung und höhere Wirkungsgrade.
    • Heterojunction-Technologie: Bei diesem Solarzellen-Aufbau wird kristallines Silizium in ein Sandwich von amorphem Silizium gebracht. Der Wirkungsgrad wird dadurch gesteigert und durch den symmetrischen Aufbau entstehen bifaciale Zellen. Neu führen verschiedene Tier-1-Hersteller solche Module im Programm.
    • TOPCon (Tunnel Oxide Passivated Contact): Die am Fraunhofer ISE entwickelte Technologie basiert auf einem ultradünnen Tunneloxid in Kombination mit einer dünnen Siliciumschicht und erlaubt eine sehr hohe Ladungsträgerselektivität. Solarmodule mit beidseitig kontaktierten n-Typ Silizium-Solarzellen erreichen Wirkungsgrade von aktuell 22-23%.

    Agrivoltaics ist ein grosses Thema

    Die Kombination von Stromproduktion mit Vorteilen für die Landwirtschaft (z.B. weniger Bodenaustrocknung, Vorteile für die Biodiversität, Hagelschutz etc.) ist derzeit viel diskutiert. In der Schweiz gibt es dazu etliche Forschungs- und Förderprogramme und auch international ist das Thema äusserst aktuell.

    Unterhalt und Pflege von Solaranlagen
    Auf der Messe haben wir Roboter zur Reinigung von Solaranlagen begegnet. Hier ist eine Abwägung von Kosten und Nutzen angesagt: Zahlen sich die Investitionen in einen Putzroboter durch den Mehrertrag der sauberen PV-Fläche aus?

    Wir von Swiss Renewable Solutions machen diese Rechnung für jede Anlage spezifisch und über intelligente Softwaresysteme. Dies ist notwendig, da Neigungswinkel, Witterungsverhältnisse, Staubbelastungen und Art des Staubes für jeden Standort anders sind. Entsprechend wird die Anzahl der Reinigungen spezifisch für jede Anlage angepasst.

  • Mantelerlass

    Mantelerlass

    Energieproduktion vs. Naturschutz, kantonale vs. nationale Kompetenzen…

    Die Debatte rund um den Mantelerlass ist vielfältig und komplex. Doch eine nationale Lösung mit klaren Richtlinien zum Stellenwert der erneuerbaren #Energieproduktion ist wichtiger denn je. Denn der Ausbau der inländischen, erneuerbaren Stromproduktion kann nicht länger warten.

    Wir von Swiss Renewable Solutions leisten bereits jetzt unseren Teil dazu und freuen uns, diesen in Zukunft weiter auszubauen.

  • Was ist eine “gute” Solaranlage

    Was ist eine “gute” Solaranlage

    Was ist eine «gute» Solaranlage?

    Diese Frage stellen wir uns natürlich auch, denn Qualität hat bei uns höchste Priorität.

    Die Qualität einer Solaranlage lässt sich anhand verschiedener Faktoren ausweisen. So beispielsweise durch die #Leistungsfähigkeit oder Lebensdauer.

    Die Leistungsfähigkeit, das heisst der Energieertrag bei gegebener Sonneneinstrahlung, lässt sich anhand des Performance Ratio ausrechnen.

    Dieser gibt das Verhältnis zwischen dem maximal möglichen und dem am spezifischen Standort erwarteten Ertrag einer Anlage an. Für die Berechnung des Ratios wird die Einstrahlung am Standort der Anlage gemessen. Gleichzeitig werden individuelle Faktoren wie beispielsweise die Ausrichtung, eventuelle Verschattung oder die verbauten Komponenten (Wirkungsgrad der Module, Verluste von Leitungen und Wechselrichtern etc.) herausgerechnet. So dient der Performance Ratio* als Qualitätsindikator zum Vergleich von Anlagen an verschiedenen Standorten.

    Liegt der Performance Ratio im Bereich zwischen 65 und 80%, wird die Qualität einer PV-Anlage als «zufriedenstellend bis gut» eingestuft.

    *IEC definiert verschiedene Typen des Performance Ratio: jährliche, Temperatur-berücksichtigende, solche für bifaziale Systeme etc.

    Damit wir unsere hohen Qualitätsansprüche sicherstellen können, führen wir regelmässig Analysen durch. Die aktuellen Auswertungen zeigen, dass der Performance Ratio der Anlagen in unserer Firmengruppe deutlich über dem Standard liegt.

    Durchschnittlich erreichen wir einen Performance Ratio von 92% – ein überaus erfreuliches Resultat!

    Sie möchten eine effiziente, qualitative PV-Anlage? Das Team von Swiss Renewable Solutions ist für Sie da!

    Quellen: IEC (International Electrotechnical Commission), Swissolar

     

  • Strompreisentwicklung

    Strompreisentwicklung

    Der Strompreis war zuletzt ein vieldiskutiertes Thema.

    Aufgrund von Faktoren wie Energieknappheit, Netzüberlastung und einer grossen Nachfrage bzw. dem Anschluss einer Unmenge an neuen Produktionsanlagen, ist er in letzter Zeit stark angestiegen, dann wieder gesunken… Was hat es mit diesen Entwicklungen auf sich?

    Der Strompreis setzt sich zusammen aus dem Preis für Energie, Netzgebühren und Abgaben bzw. Steuern.

    Quelle: www.strompreis.elcom.admin.ch

    In welche Richtung entwickelt sich der Energiepreis? 

    Der Handel von Energie auf dem Strommarkt erfolgt durch sogenannte Futures. Dank prognostizierten Preisen, welche in standardisierten Verträgen festgelegt werden, kann der Strom zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis gehandelt werden. Solche Futures-Kontrakte sind ein wichtiger Bestandteil des Energiehandels, da sie den Akteuren ermöglichen, Unsicherheiten zu reduzieren und Preisrisiken abzusichern. Die Futures funktionieren zudem als Marktsignal für den zukünftigen Preis des Stroms.

     

    Strompreisentwicklung – Base Schweiz (in CHF/MWh)

    Quelle: www.swenex.ch

    Zuletzt sind die Preise für die Futures für die Jahre 2024-2032 in der Schweiz und in Deutschland wieder von sehr hohen Werten von über 500 CHF/MWh (oder 50 Rp. /kWh) auf 100-140 CHF/MWh gesunken.

    Im Vergleich zu den Preisen um 20-80 CHF/MWh, welche in den letzten 15 Jahren bis vor Mitte 2021 gegolten haben, sind die Energiepreise also immer noch auf einem um +150-300% höheren Niveau!

     

    Quelle: www.energy-charts.info

     

    In welche Richtung entwickeln sich die Netzkosten?

    Im Bereich der Stromnetze spielt kein Markt, es handelt sich um einen Monopolbereich der Netzbetreiber. Mit dem Wandel des Stromnetzes hin zu einem dezentralen Energiesystem mit vielen lokalen Versorgern und dem erwarteten Ausbau von E-Mobilität und Wärmepumpen ist eine Steigerung der Kosten auch hier zu erwarten. Das wird auch in Studien des Bundesamts für Energie (BFE) bestätigt. In allen darin untersuchten Szenarien gibt es einen grossen Anstieg der Netzkosten, die Höhe ist jedoch unterschiedlich und daher schwierig vorauszusagen.

     

    Quelle: https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/10513

    Die aktuellen und historischen Netzkosten sowie die örtlich relevanten Steuern und Abgaben lassen sich einfach und unkompliziert auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch für Ihre spezifische Kategorien (H für Haushalt, C für das Gewerbe- und Industriesegment) prüfen.

    Falls Sie nicht in den freien Markt gewechselt haben (möglich ab einem Jahresverbrauch von 100’000 kWh) ist Anteil der Energiekosten am Strompreis im Monopolmarkt ebenfalls auf der Webseite ersichtlich.

    Quelle: www.strompreis.elcom.admin.ch

    Aktuell ist zu erwarten, dass der Gesamtstrompreis in den nächsten Jahren moderat steigen wird. Zur Steigerung werden vor allem die Netzkosten beitragen, während der Energiepreis auf hohem Niveau eher stabil bleiben wird. Aufgrund der vielen Einflussfaktoren und der unruhigeren Lage an den Energiemärkten, können allerdings dynamische und grosse Ausschläge nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden.

     

  • Challenge gegen die Klimaerwärmung

    Challenge gegen die Klimaerwärmung

    Challenge gegen die Klimaerwärmung

    Dass die globale Erwärmung auf 1.5°C beschränkt werden muss und wir bis 2050 Netto-Null erreichen wollen, ist mittlerweile vielen klar. Doch wie? Welche Massnahmen sollen umgesetzt werden, wie sind die einzelnen Schritte zu priorisieren und wie rigoros soll man dabei vorgehen?

    Die Financial Times macht aus der vieldiskutierten Challenge ein Spiel.

    Sie müssen sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden;

    welche Themen sollen als erstes angegangen werden, wo wollen Sie investieren, welche Gesetze sind anzupassen? Beim Spielen erfahren Sie spannende Fakten, werden vor Challenges gestellt und erfahren vielleicht auch mal einen Rückschlag.

     

    Das Financial Times Climate Game

    zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, möglichst rasch, also jetzt, unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Jedes Jahrzehnt Verzögerung macht das Erreichen des 1.5-Grad-Ziels signifikant schwieriger und teurer. Ich kann allen empfehlen, das Financial Times Climate Game einmal zu spielen und diese Erfahrung selber zu machen.» Domenico Agosti, CEO SRS.

  • Was passiert mit alten Solaranlagen?

    Was passiert mit alten Solaranlagen?

    Was passiert mit Solaranlagen?

    Zwischen 2019 und 2021 hat sich die Anzahl der Solaranlagen in der Schweiz mehr als verdoppelt, die Tendenz ist nach wie vor stark steigend.

    Derzeit werden 6% des Energieverbrauchs durch Solarstrom abgedeckt, laut Prognosen soll dieser Anteil bis 2050 auf 48% steigen. So weit so gut.

    Doch was passiert eigentlich, wenn eine Solaranlage ihr Lebensende erreicht hat und ersetzt werden muss?

    In der Schweiz setzt sich die Stiftung SENS eRecycling für die nachhaltige Wiederverwertung von ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräten ein, darunter fallen auch Photovoltaik-Module. In Zusammenarbeit mit Swissolar hat die Stiftung eine vorgezogene Recyclinggebühr für PV-Module eingeführt. Diese ist zwar freiwillig, wird aber von fast allen Herstellern und Importeuren in der Schweiz bezahlt. Dank der Gebühr kann SENS ein kostenloses Rücknahmesystem anbieten, durch das bis zu 95% der Rohstoffe wiederverwendet werden.

    Solarmodule bestehen aus Glas, Aluminium, Silizium, Silber, Kupfer und Plastik (EVA). Glas macht den grössten Teil des Moduls aus und dient dem Schutz vor Hagel und Schmutz, denn darunter befinden sich die filigraneren Solarzellen. Diese sind aus Silizium, Silber und Kupfer zusammengesetzt. Für die statische Verstärkung und eine standardisierte Montage auf dem Dach wird das Solarmodul meist von einem Aluminiumrahmen eingefasst.

     

    Im Vergleich zu anderen Energieträgern ist die Entsorgung bzw. das Recycling von Solarmodulen durchgängig geregelt. Die EU schreibt vor, dass mindestens 80% der Solarmodule recycelt werden müssen.

    Hat ein Modul ausgedient, wird es von Aluminiumrahmen, Kabeln und Elektronik getrennt. Diese können direkt recycelt werden. Danach werden die Module zerkleinert und erhitzt, um so Silizium, Kupfer und Silber von Kunststoff und Glas zu trennen. Die aufbereiteten Rohstoffe werden zu neuen Solarmodulen weiterverarbeitet oder anderweitig verwendet.

    Das Glas wird beispielsweise zu Flachglas oder Glaswolle verarbeitet. Die Wiederverwendung von Silizium, dem Kernstück der PV-Module, hingegen ist derzeit noch relativ aufwendig und kostspielig. Viele Forschungsinstitute und Firmen setzen sich derzeit dafür ein, dass sich dies rasch ändert. So arbeitet beispielsweise das Fraunhofer Institut in Halle (Saale), www.ise.fraunhofer.de, an Methoden, durch die Silizium standardmässig getrennt, aufbereitet und wiederverwendet werden kann.

     

    Da die grosse Recycling-Ära erst noch kommt (PV-Module haben eine relativ lange Lebensdauer), ist die Forschung zwar in vollem Gange, kann aber noch nicht auf grosse Erfahrungen zurückgreifen.

    Bereits heute ist es aber so, dass die ausgedienten PV-Module keinesfalls weggeworfen oder vergraben werden müssen. Sie erhalten – zerlegt in die ursprünglichen Rohstoffe – ein neues Leben.

     

     

    Ein Thema, welches in diesem Zusammenhang oft diskutiert ist, ist die Energiebilanz von Photovoltaik.

    Gemäss SENS «beträgt die energetische Rückzahldauer der nicht erneuerbaren Primärenergie einer PV-Anlage rund 2 Jahre – bei einer Lebensdauer von 30 Jahren kann somit 15-mal mehr Energie produziert werden, als in die Produktion und Entsorgung hineingesteckt werden muss». Bei herkömmlichen, nicht-erneuerbaren Kraftwerken wie Atom- oder Kohlekraftwerken ist diese Bilanz immer negativ. Es wird immer mehr Primärenergie (Brenn- und Rohstoffe für den Bau der Anlagen) gesteckt als je an elektrischer Energie herauskommt.

     

    Wie in allen Branchen, gibt es laufend neue Technologien, die Module werden optimiert und verbessert. Die Solarmodulhersteller haben mit Entwicklungen in folgenden Bereichen ein Interesse daran, die Kosten zu senken und die die Umweltverträglichkeit von PV-Modulen weiter zu steigern:

    • Verringerung der verwendeten Rohstoffe bei Produktion (z.B. Anteil von Silizium, Silber, …)
    • Erhöhung der Lebensdauer
    • Recycling und Wiederverwendung der Rohstoffe

     

    Quellen: SENS, erecycling.ch, energie-experten.org,www.ise.fraunhofer.de, Rohstoffe in Solarmodulen: CO2-Fußabdruck und Recycling, Florian Haase und Dr. Jan-Philipp Mai

     

    Mehr Thema Recycling

    www.erecycling.ch

  • Erleichterungen für PV-Netzanschluss auf Firmendächern

    Erleichterungen für PV-Netzanschluss auf Firmendächern

    Der Anschluss von PV-Anlagen auf Gewerbedächern, die größer als 135 kW sind, soll unbürokratischer werden.

    Das könnte laut BSW die Fesseln für die PV auf Firmendächern lösen.

    Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) begrüßt die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Vereinfachungen beim Netzanschluss neuer Solarstromanlagen auf Firmendächern. Wie der Verband mitteilte, hatten in den letzten Jahren unverhältnismäßige Zertifizierungsanforderungen den Photovoltaikausbau auf Gewerbedächern oberhalb einer Anlagenleistung von 135 Kilowatt stark behindert. Der BSW hoffe nun auf eine schnelle Umsetzung der vorgesehenen Änderungen. Diese seien in der Elektrotechnische-Eigenschaften-Nachweis-Verordnung (NELEV) sowie einer neuen Technische-Anforderungen-Verordnung (TAV) vorzunehmen.

    Zuwachs auf Firmendächern voraus

    Den nun vorgelegten Verordnungsentwürfen war ein monatelanger Konsultationsprozess vorangegangen, in dem neben der Bundesnetzagentur und Netzbetreibern auch der BSW eng eingebunden war. BSW-Zielsetzung dabei war es, dass neue Photovoltaikanlagen künftig ohne aufwändige und sehr teure Anlagenzertifizierung wieder schneller und kostengünstiger ans Stromnetz angeschlossen werden können. Der nun erzielte Kompromiss wird nach BSW-Einschätzung zu einem Wachstum des Photovoltaikzubaus auch auf Gewerbedächern in Deutschland beitragen. Das Marktsegment gilt als besonders erfolgskritisch für das Erreichen der Klimaschutzziele.

    Die nun vorliegenden Regierungspläne sehen vor allem vor, PV-Anlagen mit einer Anschlussleistung zwischen 135 bis 500 Kilowatt zukünftig von der Pflicht zum Anlagenzertifikat zu befreien. Voraussetzung sei, dass sie über den Eigenverbrauch in der Kundenanlage hinaus maximal 270 Kilowatt Leistung ins Netz einspeisen. Eine wesentliche Vereinfachung sieht der Branchenverband darin, dass künftig bei diesen Anlagen nicht mehr die sehr aufwändige Netzanschlussregel VDE AR-N 4110 (Mittelspannungsrichtlinie) anzuwenden wäre. Stattdessen könne die einfachere VDE AR-N 4105 (Niederspannungsrichtlinie) Anwendung finden, und zwar unabhängig davon, in welcher Spannungsebene der vorhandene Kundenanschluss liegt.

    BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Damit wird eine weitere große Marktbarriere beseitigt. Dank der bereits erfolgten Abwägung von Netz- und Solartechnik-Belangen beim Zustandekommen des Kompromisses wird es hoffentlich schnell zu einer Verabschiedung der Verordnungen kommen.“

  • Industrielle Photovoltaik-Dachsysteme

    Industrielle Photovoltaik-Dachsysteme

    Energieintensiver Industrie winkt neue staatliche Förderung

    Energieintensive Unternehmen, die ihre Produktion klimaneutral umbauen wollen, können auf neue staatliche Hilfen hoffen. Für die “Klimaschutzverträge” will Wirtschaftsminister Robert Habeck zunächst einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag bereitstellen.

    Unternehmen aus besonders energiehungrigen Branchen können auf zusätzliche staatliche Förderung für die Umstellung auf klimafreundliche Produktionsmethoden hoffen. Noch in diesem Jahr könnten sich Unternehmen in einer Auktion Angebote zur Teilnahme an sogenannten Klimaschutzverträgen abgeben, sagte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (53, Grüne) am Montag in Berlin. Der Grünen-Politiker nannte die Pläne ein “industriepolitisches Ausrufezeichen”.

    Klimaschutzverträge sollen neuen und aus Sicht des Klimaschutzes wünschenswerten Technologien den nötigen Schub verleihen, damit sie sich am Markt durchsetzen. Dabei soll der Staat dem Unternehmen eine Ausgleichszahlung garantieren, die es für die höheren Kosten der klimafreundlichen Produktion entschädigt. Außerdem soll das Unternehmen für eine Dauer von fünfzehn Jahren gegen Unsicherheiten etwa bei der Preisentwicklung von Wasserstoff abgesichert werden. Sobald sich neue Verfahren rechnen, soll Geld zurück an den Staat fließen.

    Adressaten sind energieintensive Industriebranchen, wie zum Beispiel die Stahl-, Zement-, Papier- oder Glasindustrie. Klimaschutzverträge werden auch im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP als mögliches Instrument genannt.

    Zweistelliger Milliardenbetrag für den Umstieg

    Eingeplant ist zunächst ein mittlerer zweistelliger Milliardenbetrag, wie Habeck sagte. “Günstigstes Gebot zuerst, bis das Geld alle ist”, beschrieb er das spätere Bieterverfahren. Es gehe dabei um die “für den Steuerzahler günstigsten Gebote”. Von der Entwicklung neuer, klimafreundlicherer Produktionstechniken profitierten am Ende alle.
    Es gibt aber zwei wichtige Vorbehalte: Einerseits muss die EU-Kommission die Pläne absegnen, weil bei staatlicher Förderung der Industrie immer die Frage möglicher Wettbewerbsverzerrungen in Europa im Raum steht. Dazu sagte Habeck, es gebe eine grundsätzliche Zustimmung der Brüsseler Behörde, weitere offene Fragen müssen im Verlauf geklärt werden. Und zweitens muss das Geld im Bundeshaushalt bereitgestellt werden, der noch nicht steht. Die Förderrichtlinie, die an diesem Dienstag veröffentlicht werden soll, ist laut Ministerium innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

    Beirat warnt vor Wettbewerbsverzerrungen und hohen Kosten

    Noch im Februar hatten Berater Habecks vor Risiken bei Klimaschutzverträgen gewarnt. Der unabhängige wissenschaftliche Beirat des Ministeriums hatte erklärt, das Instrument könne hilfreich sein beim Einstieg in eine neue Technologie, stelle aber auch “einen tiefen Eingriff des Staates in die Produktionsentscheidungen der Unternehmen dar”. Es drohten Wettbewerbsverzerrungen und für den Staat hohe Kosten. Die Berater hatten stattdessen für “grüne Leitmärkte” plädiert, also staatlich geschaffene oder geförderte Märkte für klimafreundlich produzierte Grundstoffe wie “grünen Stahl”

    Habeck sagte, in Reaktion auf die Kritik habe sein Haus die Pläne “mittelstandsfreundlicher” gemacht. Profitieren könnten Anlagen ab einem jährlichen Ausstoß von zehn Kilotonnen Kohlendioxid. “Es geht nicht nur um die ganz großen industriellen Schwergewichte Deutschlands, sondern möglichst breite Teilnahme auch in den deutschen Mittelstand hinein.” Voraussetzung für die Förderung sei, dass nur Strom zur Industrieproduktion genutzt wird, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, Wasserstoff muss EU-Kriterien erfüllen.

     

    Quelle