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  • Evolution der Solarzelleneffizienz

    Evolution der Solarzelleneffizienz

    Die Evolution der Solarzelleneffizienz: Wie weit sind wir gekommen und wohin gehen wir? 

    Die Sonne – eine unerschöpfliche Quelle sauberer Energie, die seit Jahrtausenden unsere Welt erleuchtet. Doch erst in den letzten Jahrzehnten haben wir begonnen, ihr volles Potenzial zu nutzen, und die Photovoltaik ist dabei zur Schlüsseltechnologie geworden. Ihre Entwicklung ist eine faszinierende Reise durch die Welt der Halbleiter und des menschlichen Erfindergeistes. 

    Ein grundlegendes Konzept, das die Effizienz von Solarzellen bestimmt, ist die Bandlücke des verwendeten Halbleitermaterials. Vereinfacht ausgedrückt, bestimmt diese Bandlücke die Energiemenge des Lichts (abhängig von der Wellenlänge), die ein Halbleiter absorbieren kann. Das am häufigsten verwendete Material in Solarzellen ist Silizium, das eine Bandlücke von 1,1 Elektronenvolt (eV) aufweist. Diese Eigenschaft begrenzt den theoretischen Wirkungsgrad einer herkömmlichen Silizium-Solarzelle auf etwa 32%. Die Grenze wurde schon 1961 (https://en.wikipedia.org/wiki/Shockley%E2%80%93Queisser_limit) von den Forschern Shockley und Queisser errechnet! 

    Diese theoretischen Maximalwerte sind in der Praxis schwer zu erreichen, doch die Wissenschaft macht stetige Fortschritte. Durch den Einsatz von «Trick»-Techniken wie der Heterojunction-Technologie (HIT) erreichen moderne Silizium-Solarzellen bereits einen beeindruckenden Wirkungsgrad von 27%. Hierbei werden zwei verschiedene Bandlücken (aus demselben Material) genutzt, um das Licht effizienter zu absorbieren und in Strom umzuwandeln. 

    Doch damit nicht genug. Forscher experimentieren mit mehrschichtigen Solarzellen, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen absorbieren können. Diese “Tandemzellen” könnten theoretisch Wirkungsgrade von bis zu 47,6% erreichen. Doch der Weg zur Kommerzialisierung ist noch steinig, da diese Technologie noch zu teuer ist. 

    Ein Blick auf die aktuellsten Entwicklungen zeigt, dass wir uns ständig verbessern. Ein neuer Weltrekord für den Wirkungsgrad liegt derzeit bei 33,9%, erreicht von Longi Solar mit einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle. 

    Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) der USA liefert uns einen spannenden Einblick in diese rasante Entwicklung. Ihr Tool zur Erfassung von Forschungswirkungsgraden zeigt die besten Leistungen verschiedener Photovoltaik-Technologien, einschließlich Strom, Spannung und Füllfaktor. 

    https://www.nrel.gov/pv/interactive-cell-efficiency.html

    Anwendende der Photovoltaik können von diesen Entwicklungen stark profitieren. Auch in den letzten zwei Jahren sind die Modulleistungen von 375 W auf aktuell 450 W angestiegen. Auch das hilft stark mit, die Attraktivität von Photovoltaikanlagen zu erhöhen, weil Sie für die gleiche Arbeit, Montagesystemkosten etc. mehr Leistung und damit auch einen höheren Energieertrag bekommen! 

    Weil die SRS im Care-&-Share-Modell die bestmöglichen Technologien einsetzt, konnten wir die Strompreise in den letzten Jahren reduzieren. Neben dem Wirkungsgrad spielen natürlich auch Faktoren wie Langlebigkeit, Kosten, Schwachlicht-Verhalten, Anlagen-Optimierungen über Ausrichtung und Verkabelung etc. eine grosse Rolle.  

  • Anstieg der Netzentgelte in der Mittelspannung in Deutschland

    Anstieg der Netzentgelte in der Mittelspannung in Deutschland

    Entwicklung der Netzentgelte in der Mittelspannung

    Die jüngsten Erhebungen des Verbands der Energieabnehmer (VEA) lassen aufhorchen: Die Netzentgelte in der Mittelspannung sind, wie prognostiziert, angestiegen. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Zahlen, um die Hintergründe dieser Entwicklung zu verstehen und die Auswirkungen auf verschiedene Sektoren zu beleuchten.

    Laut den Daten des VEA verzeichneten die Netzentgelte in der Mittelspannung einen Anstieg um durchschnittlich 27 %.

    Ausgewertet wurden hier jeweils 15 verschiedene Abnahmefälle in der Mittelspannung, also jeweils Konstellationen mit unterschiedlicher Arbeit und Leistung und somit unterschiedlicher Benutzungsstunden. Typische Abnehmer mit den gezeigten Profilen wären etwa Industriebetriebe. Diese 15 Abnahmefälle wurden in ganz Deutschland, jeweils in den Gebieten der einzelnen Netzbetreiber, durchgerechnet.

    Der höchster Anstieg, im Vergleich zu den Werten von 2023, erfolgte in Heftestedt um 255,7 %. Profitiert haben dagegen die Nutzer in Westerland, dort sind die Netzentgelte mit -19,8 % am stärksten gesunken. In der Gesamtbetrachtung wird schnell ersichtlich, das eine Verringerung der Netzentgelte aber die Ausnahme darstellt.

    Auch in absoluten Zahlen zeigen sich enorme Unterschiede. In Voralberg zahlt man bloß 3,51 cent pro kWh, in Barmstedt dagegen 12,48 ct pro kWh. Es drängt sich die Frage auf, woran das liegt – eigentlich zahlt man doch an beiden Orten für die gefühlt “gleiche” Dienstleistung?
    Nachfolgend wollen wir die Ursachen dieser enormen Unterschiede betrachten.

     

    Gründe für die Unterschiede

    Die starke Unterschiede in den Netzentgelten können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, die sich je nach Region unterscheiden. Einer der entscheidenden Aspekte ist der Zeitpunkt des Netzausbaus und die damit verbundenen Investitionen. Regionen, die bereits in der Vergangenheit verstärkt in ihre Netzinfrastruktur investiert haben, können nun von verbesserten Effizienzen und niedrigeren Betriebskosten profitieren, was zu einem Rückgang der Netzentgelte führt.

    Auf der anderen Seite gibt es in manchen Gebieten, insbesondere in strukturschwachen Regionen, einen Investitionsstau. Hier führt ein Mangel an Investitionen in die Netzinfrastruktur zu höheren Betriebskosten und somit zu einem Anstieg der Netzentgelte. Die Netzbetreiber rufen hier zudem höhere Gebühren ab, damit sie die die aktuell nötigen Investitionen finanzieren können. Die Unterschiede sind also nicht nur auf regulatorische Maßnahmen oder Effizienzsteigerungen zurückzuführen sein, sondern auch auf historische Entscheidungen und den aktuellen Zustand der Netzinfrastruktur.

    So können etwa die historisch bedingten Unterschiede in der Infrastruktur und Wirtschaftskraft zwischen Ost- und Westregionen zu starken Disparitäten in den Netzentgelten führen.

    Ein weiterer Grund für die Erhöhung der Netzentgelte ist die Erhöhung der Entgelte durch die Betreiber der Übertragungsnetze. Gemäß des Aufbaus des Netzsystems ist in den zu zahlenden Netzentgelten auch jeweils die Kosten für die darüber liegenden Ebenen enthalten. Der Endabnehmer, etwa am Niederspannungsnetz, zahlt auch für das Mittelspannungs- und Hochspannungsnetz. Somit müssen die Betreiber der Mittelspannungsnetze die Erhöhung der Übertragungsnetzbetreiber in ihren Kalkulationen nun einpreisen, und an ihre Abnehmer weitergeben.

    Zusammenfassend zeigt die Analyse der Netzentgelte in der Mittelspannung, dass die starken Unterschiede in den Kosten verschiedene Ursachen haben können. Neben zeitlichen Unterschieden im Netzausbau und Investitionsstaus spielen auch regulatorische Maßnahmen sowie regionale Disparitäten eine entscheidende Rolle. Während einige Regionen von Rückgängen der Netzentgelte profitieren, sehen sich die meisten Regionen mit steigenden Kosten konfrontiert.

     

    Wie kann man diesen Kostensteigerungen entgehen?

    Zunächst gilt: Die Netzentgelte sind alternativlos, in jedem Standort ist man an den Netzbetreiber gebunden, und kann sich – ohne den Betrieb zu verlegen – nicht einfach einen günstigeren Anbieter suchen.

    Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es Möglichkeiten gibt, die Abhängigkeit von Netzentgelten zu reduzieren. Durch den Einsatz von dezentralen Energieerzeugungssystemen wie Photovoltaik-Anlagen kann lokal Energie produziert und somit die Netznutzung minimiert werden.

    Diese Unabhängigkeit führt nicht nur dazu, dass keine Netzentgelte anfallen, sondern ermöglicht auch Einsparungen bei Stromsteuern und anderen Umlagen.

    Die dezentrale Energieerzeugung bietet somit nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch finanzielle Anreize. Indem Verbraucher auf erneuerbare Energien setzen, können sie nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, sondern auch ihre Energiekosten kontrollieren und unabhängiger von regionalen Schwankungen in den Netzentgelten werden. In einer Zeit, in der die Energiewende eine zentrale Rolle spielt, eröffnen solche Lösungen nicht nur Chancen für individuelle Energieautarkie, sondern tragen auch dazu bei, das Stromnetz insgesamt zu entlasten und nachhaltige Energiepraktiken zu fördern.

     

    Quelle: PV Magazine

  • Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Von 10 % auf 50 % Solarstrom – jetzt gehtʼs richtig los: Die Nationale PV-Tagung von Swissolar

    Die Solarindustrie erlebt einen kometenhaften Aufstieg, der selbst den Bundesrat Albert Rösti überrascht hat («Das Tempo der Solarenergie hat mich überrascht, daran hatte ich nicht geglaubt.»). Auf der Nationalen PV-Tagung von Swissolar wurden die jüngsten Errungenschaften und zukünftigen Herausforderungen der Branche beleuchtet. Mit einem Rekordzubau von 1.5 GW allein im letzten Jahr und insgesamt 6 GW am Netz bis 2024 ist die Photovoltaik (PV) zu einer relevanten Größe in der Energieversorgung geworden, was etwa 10% des aktuellen Energiebedarfs entspricht. Und das Wachstum soll weitergehen, mit einem geplanten Zubau von 2.5-3% pro Jahr, um die benötigte Energieversorgung sicherzustellen, gemäss Bundesrat Albert Rösti.

    Neue Herausforderungen

    Doch mit dem rapiden Anstieg der PV-Nutzung kommen auch neue Herausforderungen auf die Branche zu. Insbesondere wird es immer wichtiger zu verstehen, wohin der produzierte Strom fliesst. Diese Thematik wurde von Nationalrat Jürg Grossen, dem Präsidenten von Swissolar, angesprochen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Solarproduzenten und Netzbetreibern ist dabei unerlässlich, wie Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), betonte, ein «Hand-Shake» sei dazu nötig.
    Der Verein SmartGridready könnte als Plattform dienen, um Differenzen zu überwinden und Schnittstellen zwischen den Akteuren zu definieren. Dies ist entscheidend, um den reibungslosen Betrieb des Stromnetzes zu gewährleisten, wie auch das Beispiel aus Deutschland zeigt, das von Barbara Poisl (vom Netzbetreiber bayernwerk) vorgestellt wurde.

    Die Prognose ist klar: PV ist disruptiv und wird die Energiemärkte in den kommenden Jahren revolutionieren. Antje Kanngiesser, CEO der Alpiq Gruppe, prognostiziert, dass bereits in fünf Jahren neue Geschäftsmodelle erforderlich sein werden. Doch während die PV-Branche wächst, müssen auch die Stromnetze entsprechend angepasst werden. Intelligente Lösungen wie Blindleistungskompensation und Einspeisemanagement können die Kosten des Netzausbaus erheblich senken, wie Alexander Fuchs von der ETH Zürich erläuterte.

    Innovative Lösungen

    Eine weitere innovative Lösung sind dynamische Netztarife, die Verbraucher und Produzenten über Preissignale steuern, so Peter Cuony von der Groupe E AG. Die Groupe E hat bereits einen solchen Tarif eingeführt!
    Weiter ist es wichtig zu verstehen, dass zu Zeiten, in denen die PV-Stromproduktion den Verbrauch übersteigt, kein Problem im Übertragungsnetz entsteht, wie Christof Bucher von der Berner Fachhochschule erklärt. Der Grund sei, dass an solchen Tagen auch im Ausland ein Überschuss an Energie vorhanden sei und daher keine Energie über die Grenzen abtransportiert werden müsse.
    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gesellschaftliche Akzeptanz von PV. Während die Technologie grundsätzlich breit akzeptiert ist, gibt es Unterschiede in der Akzeptanz je nach Art der Anlagen. Freiflächenanlagen sind ähnlich unbeliebt wie Windkraftwerke und AKW, während gebäudeangebauter Photovoltaik sehr beliebt sind. Isabelle Stadelmann-Steffen von der Universität Bern beleuchtete die Bedingungen, Trade-offs und Potenziale von Photovoltaik aus gesellschaftlicher Sicht.

    Rechtliche Rahmenbedingungen

    Schliesslich stehen auch rechtliche Rahmenbedingungen im Fokus. Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und das «Praxismodell»/Eigenverbrauchsgemeinschaften über Energieversorger existieren bereits, virtuelle ZEVs (vZEV), lokale Energiegemeinschaften (LEG sollen sie mit dem neuen Stromgesetz ergänzen. Falls die Abstimmung am 9. Juni positiv ausgehen wird, werden in der Schweiz damit sehr interessante neue Modelle – und Innovation – ermöglicht. Zur genaueren Definition der Details läuft bereits die Vernehmlassungsverfahren auf Verordnungsstufe. Eine wichtige Frage ist hier beispielsweise, ob die Produktionsleistung wirklich die aktuell geforderte Quote von 20% der Anschlussleistung aller Beteiligten betragen soll. Viele Projekte würden damit verhindert.
    Insgesamt zeigt die Nationale PV-Tagung von Swissolar, dass die Schweiz auf dem Weg ist, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und eine nachhaltigere Energiezukunft zu gestalten. PV ist dabei nicht nur ein Teil der Lösung, sondern auch ein Motor für Innovation und Fortschritt.

  • Rückblick auf die Swissbau 2024

    Rückblick auf die Swissbau 2024

    Nachhaltigkeit als Hauptthema

    Wie fast überall, war das Thema Nachhaltigkeit auch auf der Swissbau 2024 stark im Fokus. Bei den Ausstellern sowie in Präsentationen und Workshops wurden Themen wie nachhaltige Baustoffe, Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft oder ressourcenschonendes Bauen aufgegriffen. Viele gute Ideen und Ansätze sind vorhanden, doch beim Messebesuch fragten wir uns, wird auch gehandelt? 

     

    Unsere Maßnahmen

    Wenn man sich so eine Frage stellt, muss man zuerst vor der eigenen Haustüre aufräumen.  

    SRS verfolgt eine breite Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel, nicht nur bei den Kunden die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch in der Firma intern. So haben wir uns beispielsweise dafür eingesetzt, dass auf unserem Firmensitz in Baar (wir sind dort eingemietet) eine PV-Anlage installiert wird. Geschäftsreisen werden per Zug oder Carsharing gemacht. Für kürzere Distanzen haben wir Firmenfahrzeuge, welche ausschliesslich elektrisch betrieben werden. Beim Einkauf der PV-Anlagen achten wir genaustens auf die Qualität und Langlebigkeit der Komponenten. 

     

    Zurück zur Swissbau. Folgende Themen sind uns besonders geblieben: 

     

    An der Keynote-Session des SVLW (Verein für Luft- und Wasserhygiene) zum Thema Nachhaltigkeit in der Gebäudetechnik haben wir festgestellt, wie viele Parallelen es zwischen Luftqualitätsoptimierungsmassnahmen und Photovoltaik gibt. 

    Dass die Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität bzw. zur Herstellung von Solarstrom mit Nutzen verbunden ist, liegt auf der Hand (höhere Arbeitsproduktivität bei besserer Luft, attraktive Strompreise mit eigener PV-Anlage). Trotzdem ist es oftmals schwierig, ein konkretes Projekt auch zu realisieren. Es fehlt an der Entscheidungsfreudigkeit der Gebäudeeigentümer und dauert lange, bis Massnahmen umgesetzt werden. Auch bei SRS kämpfen immer wieder mit dieser Herausforderung wieder. Fehlt es nach wie vor an Verständnis für unsere Lösungen? Müssen wir mehr Bewusstsein schaffen? Braucht es attraktivere Finanzierungsmöglichkeiten? 


    Wir haben mit Martin Bäumle, Nationalrat und ehemaliger Präsident der GLP, und Konstantin Meier von Deloitte darüber gesprochen und haben folgende Erkenntnisse aus den Gesprächen mitgenommen:

    • Ohne Vorschriften läuft leider nichts. Man kann die Leute nicht zwingen, kann aber z.B. bei der Vergabe der Baubewilligung einen gewissen Druck aufbauen.
    • Es braucht mehr und bessere Beratung. Die Leute müssen überzeugt werden, dass sich das Investment lohnt.
    • Der Energiepreis für nicht erneuerbare Energien sollte deutlich anhoben und die Differenz per Lenkungsabgabe / Rückerstattung umverteilt werden, um so Investitionen durch preisliche Anreize zu fördern.
    • Auch wenn wir grundsätzlich gegen einen Zwang sind, ist in diesem Fall ein Eingriff vom Staat mit Vorschriften wohl nötig – sonst passiert wenig und vor allem dauert es zu lange.   

     

    Eine weitere spannende Diskussion wurde von der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) zum Thema Architektur und Netto-Null veranstaltet. Dies waren die Hauptpunkte, welche die Experten zur CO2-Reduktion beim Bauen aufführten: 

    Graue Emissionen sind der grösste Teil beim Bauen, vielfach sind diese aber aktuell nicht vermeidbar. Aus diesem Grund sollten Neubauten möglichst vermieden und der Fokus stärker auf die Sanierung von Gebäuden gelegt werden. Massnahmen zur Erhöhung der Langlebigkeit von Gebäuden sollen gefördert werden. 

    Effizienz-Maximierung: Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, auch die Wahl der Ressourcen ist essentiell. 

    Suffizienz: Effizienz alleine reicht nicht, man muss künftig genügsamer bauen, z.B. die technische Komplexität der Gebäude und somit Betriebsemissionen reduzieren. 

    Anreize setzen: Bis sich neue, ressourcenschonende Standards durchgesetzt haben, braucht es finanzielle Anreize, Labels und Vorschriften. 

     

    Fazit

    Alle sind sich einig, dass man sich nicht auf einzelne Massnahmen versteifen sollte. Je nach Situation, Lage, Ansprüchen der Nutzer etc. muss eine individuell passende Lösung gefunden werden. Mit Kreativität ist das Ziel von Netto-Null aber auch in der Architektur realistisch.

  • Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Der lange Weg bis zur Umsetzung von PV-Anlagen

    Wer sein Gebäude mit einer Photovoltaik-(PV)-Anlage ausstattet, profitiert von günstigerem Strom. Es gibt also einen klaren Anreiz, die Investition zu tätigen und eine Anlage zu bauen. Trotzdem mangelt es bei den Gebäudebesitzenden oftmals an Entscheidungsfreudigkeit; das Investment wird hinausgeschoben und die Anlage nicht (oder erst spät) installiert. Woran liegt das und wie kann das geändert werden? Wir haben uns mit Martin Bäumle, Schweizer Nationalrat und ehemaliger Präsident der Grünliberalen Partei der Schweiz (GLP), zu diesem Thema unterhalten.

    Ambitionierte Netto-Null-Ziele im Kopf haben wir das Gefühl, dass jetzt sofort gehandelt werden muss und am liebsten gestern schon alle verfügbaren Dächer mit PV-Anlagen gedeckt sein sollten. Es werden zwar Anlagen gebaut, jedoch nicht so schnell, wie wir uns das wünschen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen.

    Lange Investitionszyklen

    Ein Grund dafür ist der lange Investitionszyklus von Gebäuden. Ein neues Gebäude muss grundsätzlich erst nach 30-50 Jahren saniert werden, vorher sind keine grossen Investitionen vorgesehen. Wenn jetzt aber eine PV-Anlage auf dem Dach gebaut werden soll, wird dieser Investitionszyklus unterbrochen; die Hürden dafür sind entsprechend hoch. Insbesondere ältere Personen warten oftmals zu mit Investitionen ins Eigenheim, um diese der nächsten Generation zu überlassen. 

    Viele Gebäudeeigentümer warten mit dem Bau einer Solaranlage, bis eine Dachsanierung ansteht. Häufig ist diese aber erst viel später fällig als erwartet, dementsprechend verschiebt sich auch die Installation der PV-Anlage. Rückblickend hätte sich die Anlage in der abgewarteten Zeit in vielen Fällen bereits amortisiert. Die Problematik lässt sich auch im KMU- und Industriebereich feststellen.  

    Fehlende Vorgaben und Anreize

    Wir sehen also, dass Subventionen und Anreize, wie sie bereits heute eingesetzt werden, zwar helfen, aber nicht ausreichen. Doch nach den heutigen Gesetzen kann niemand dazu gezwungen werden, sein Dach mit Photovoltaik zu auszustatten. Vielleicht liessen sich gewisse Vorschriften in die Anforderungen zur Erteilung von Baubewilligungen integrieren, wichtiger ist aber eine gute Beratung der Gebäudeeigentümer. Es muss aufgezeigt werden, dass sich die Investition lohnt.  

    Um zusätzlich finanzielle Anreize zu schaffen, liegt die Erhöhung des Energiepreises für nicht-erneuerbare Energien auf der Hand. Die Differenz könnte durch Lenkungsabgaben und Rückerstattungen zur Förderung von erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Durch den preislichen Anreiz würden Investitionen und somit die Umsetzung von PV-Anlagen gefördert werden. Unser Fazit: Wir sind noch nicht am Ziel. Doch wir arbeiten laufend daran, Gebäudeeigentümer vom Nutzen von PV-Anlagen zu überzeugen sowie den politischen und gesetzlichen Rahmen zu schaffen.  

    Komplexität von Großprojekten

    Eine im Gespräch nicht genannte, aber weitere oft beobachtete Hürde ist die teils zu Beginn unterschätzte Komplexität des Weges bis zur fertigen Anlage. Anmeldungen bei Behörden, Suche des geeigneten Installateurs, elektrische Anschlüsse und Installationen, Verhandlungen mit dem Netzbetreiber, Energieabnahme, sowie Vermarktungsverträge, Wahl der Komponenten, Finanzierungsfragen, unklare Förderbedigungen und unklare Zukunftsaussichten des Produktionsstandorts Versicherungsthemen bringen insbesondere bei Unternehmen mit knappen Projektleitungsressourcen ein Photovoltaikprojekt zu einem vorzeitigen Ende, bevor gebaut wird. 

    In diesem Umfeld kann mit einem von SRS angebotenen Contracting-Modell eine Lösung gefunden werden, um rasch und risikominimiert eine Anlage und damit günstigen, erneuerbaren Solarstrom zu erzeugen.

  • Photovoltaikprojekte: Nutzen Sie Ihre Chance?

    Photovoltaikprojekte: Nutzen Sie Ihre Chance?

    In unserem letzten Beitrag haben wir uns mit den Risiken von Photovoltaikprojekten beschäftigt. Mindestens genauso wichtig sind aber die Chancen, die sich für Unternehmen durch solche Projekte ergeben können.

    Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit

    Photovoltaikanlagen ermöglichen nicht nur umweltfreundlichen Strom, sondern bieten auch wirtschaftlichen Mehrwert. Durch die Nutzung regenerativer Energiequellen können Sie langfristig Kosten sparen.

    Positive Außenwirkung

    Im Zeitalter des Umweltbewusstseins suchen Kunden nicht bloße Erbringer von Produkten und Dienstleistungen, sondern Unternehmen die auch ihre Werte vertreten. Die Installation von Photovoltaikanlagen sendet ein klares Signal an Kunden: Ihr Unternehmen setzt sich für umweltfreundliche Lösungen ein. Das kann die Kundenbindung stärken und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

    Beitrag zu CSR Goals

    Corporate Social Responsibility Goals (CSR Goals) sind in der heutigen Geschäftswelt von großer Bedeutung. Die Integration von Photovoltaikanlagen in Ihr Unternehmen ermöglicht es, aktiv zu ökologischen Zielen beizutragen.

    Mehr Unabhängigkeit

    Photovoltaik ermöglicht eine größere Unabhängigkeit vom Stromnetz. Unternehmen die eigene Energie erzeugen sind weniger an externe Energieversorger gebunden. Dies schafft zum einem Versorgungssicherheit, zum anderen aber auch eine gewisse Kontrolle über die Energiekosten. Dadurch, dass sowohl, im Contracting als auch im Eigenkauf, die Energiepreise des hergestellten Stroms langfristig planbar werden, gewinnen die Unternehmen an Sicherheit.

    Verringerung von Lastspitzen

    Photovoltaikanlagen bieten die Möglichkeit, Lastspitzen zu reduzieren. Durch die Nutzung des erzeugten Stroms während Spitzenzeiten können Unternehmen ihre Lastspitzen verringern. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen.

    Zukunftsfähigkeit in Richtung E-Mobilität

    Mit dem zunehmenden Anteil der Elektromobilität gewinnt die Verfügbarkeit nachhaltiger Energiequellen an Bedeutung. Photovoltaikanlagen bieten eine ideale Lösung, um den Energiebedarf von Elektrofahrzeugen zu decken. Unternehmen, die jetzt in erneuerbare Energien investieren, positionieren sich als Vorreiter.

    Insgesamt eröffnet die Integration von Photovoltaikanlagen nicht nur ökologische Vorteile, sondern birgt auch ein enormes Potenzial für die Wirtschaftlichkeit und das Ansehen Ihres Unternehmens.

    So kann ein Projekt sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig sein.Falls das Ihr Interesse geweckt hat, und sie sich beraten lassen möchten, kontaktieren Sie uns gerne.

  • Anstieg der Netzentgelte ab 2024: Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen in Deutschland

    Anstieg der Netzentgelte ab 2024: Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen in Deutschland

    Die Strompreise werden in Deutschland 2024 erneut steigen.

    Als Unternehmen im Energiebereich nehmen wir diese Entwicklungen ernst, und es bestätigt unsere Mission, unseren Partnern nicht nur kostengünstigen und umweltfreundlichen, sondern auch langfristig preisstabilen Solarstrom anzubieten.

    Wieso kommt es zu Erhöhungen im Bereich der Netzentgelte?

    Die Übertragungsnetzentgelte wurden von 3,1 auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde mehr als verdoppelt. Ein solcher Anstieg sollte ursprünglich durch einen Zuschuss aus dem Wirtschaftsstabilitätsfond verhindert werden. Dieser angekündigte Zuschuss in Höhe von 5,5 Milliarden Euro wurde im Verlauf der Haushaltsberatungen zum Ende des Jahres 2023 (wir berichteten) jedoch gestrichen.

    Die Stromversorger beginnen jetzt, diese Steigerungen weiterzugeben. EnBW etwa hat angekündigt, die Preise für Strom in der Grund- und Ersatzversorgung um 16% anzuheben.
    Dies liege aber nicht nur an der Erhöhung der Netzentgelte: „Gleichzeitig sind auch die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern insgesamt gestiegen“ .
    Die Mehrheit der Versorger ist, laut einer Befragung der Nachrichtenagentur DPA, noch dabei zu prüfen, wie sich die gestiegenen Netzentgelte auf die Tarife auswirken werden. Eins steht fest: günstiger werden die Tarife nicht.
    Der Anstieg der Übertragungsnetzentgelte wirft die Frage auf, wie diese Kosten im Detail entstehen.

    Das Stromnetz: Grundlagen und Akteure

    Stromnetze sind das Rückgrat unserer Energieversorgung, aber wie werden sie finanziert?
    Lassen Sie uns zunächst einen Blick darauf werfen, was das Stromübertragungs- und -verteilnetz ist, und wer die Hauptakteure in Deutschland sind.

    Das Stromnetz in Deutschland besteht aus zwei entscheidenden Teilen: dem Übertragungsnetz und dem Verteilnetz.

    Das Übertragungsnetz

    Das Übertragungsnetz transportiert Strom über weite Entfernungen und wird von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) verwaltet. Diese sorgen für die reibungslose Verteilung von Hochspannungsstrom zwischen verschiedenen Regionen und Ländern. Die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland sind:

    1. TenneT TSO GmbH: TenneT betreut vor allem den Norden und den Süden Deutschlands. Das Unternehmen spielt eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien.
    2. Amprion GmbH: Amprion ist für die Übertragungsnetze im Westen Deutschlands verantwortlich. Das Netzgebiet erstreckt sich über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Teile von Hessen.
    3. 50Hertz Transmission GmbH: 50Hertz ist für die Übertragungsnetze im Osten Deutschlands zuständig. Das Unternehmen betreut die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
    4. TransnetBW GmbH: TransnetBW ist für die Übertragungsnetze im Südwesten Deutschlands verantwortlich und deckt die Bundesländer Baden-Württemberg und Teile von Bayern ab.

    Das Verteilnetz

    Auf der anderen Seite haben wir das Verteilnetz, das auf niedrigeren Spannungsebenen arbeitet und die Endverbraucher mit Strom versorgt. Die Verteilnetzbetreiber (VNB) betreiben die lokalen und regionalen Stromnetze. Es gibt es knapp 900 Verteilnetzbetreiber. Beispiele sind: E.ON Deutschland, RWE AG, Vattenfall Europe Distribution, Stadtwerke (verschiedene Städte), Bayernwerk AG, Netze BW GmbH.

    Netzentgelte

    Netzentgelte, auch als Netznutzungsentgelte bekannt, sind Gebühren, die Netzbetreiber für die Nutzung ihrer Netze zur Durchleitung von Strom erheben. Diese Entgelte setzen sich aus Kosten für den Ausbau, die Wartung und den Betrieb der Netzinfrastruktur, Netz- und Kapazitätsreserven sowie Blind- und Regelleistung zusammen.

    Wichtig ist im Kontext der Netzentgelte zu verstehen, wer welche Kosten trägt beziehungsweise erhebt:
    Die Netzentgelte werden vom Anschlussnetzbetreiber erhoben. Enthalten sind die Kosten aller vorgelagerten Netzebenen. Die Abwicklung erfolgt durch die Zahlung von Netzentgelten des nachgelagerten an den jeweils vorgelagerten Netzbetreiber. Dadurch, dass die Übertragungsnetzentgelte erhöht werden, ergibt sich somit insgesamt eine Notwendigkeit von (Neu-)Berechnungen.

    Fazit und Handlungsempfehlung:

    Angesichts dieser Entwicklungen ist es ratsam, die eigenen Stromkosten zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren. Unternehmen sollten ihre Verträge mit Energielieferanten überprüfen und gegebenenfalls alternative Strategien, wie beispielsweise eine eigene Stromerzeugung, in Betracht ziehen, um sich auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Entscheidungen und Marktdynamiken weiterentwickeln werden. Der Anstieg der Netzentgelte wird zweifellos eine Herausforderung darstellen, aber eine proaktive Herangehensweise kann dazu beitragen, die Auswirkungen zu mildern.

    SRS unterstützt Unternehmen, rasch Photovoltaikanlagen auf Industrie- und Gewerbedächern zu realisieren. Wir übernehmen dabei nicht nur die Planung und den Bau, sondern auch Finanzierung und Betrieb auf eigenes Risiko.

    Quellen:
    PV Magazine
    Bundesnetzagentur
    Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
    Tagesschau

  • Photovoltaikprojekte: Wer übernimmt Ihre Risiken?

    Photovoltaikprojekte: Wer übernimmt Ihre Risiken?

    Risiken und Verantwortungen

    Im Kontext von Photovoltaikprojekten bestehen zahlreiche Risiken, die bei der Planung und Umsetzung sorgfältig berücksichtigt werden müssen. Ein umfassendes Verständnis  ist entscheidend, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Im Folgenden werden verschiedene Phasen eines Photovoltaikprojekts beleuchtet, von der Beschaffung der Module bis hin zum langfristigen Betrieb.

    Beschaffung der Module

    Die Auswahl und Beschaffung der Photovoltaikmodule sind entscheidende Schritte, die im Vorfeld sorgfältig geplant werden müssen. Qualitätskontrolle, Lieferzeitpunkte und die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten spielen eine essenzielle Rolle, um Verzögerungen und Qualitätsprobleme zu vermeiden. Nur durch langjährige Beziehungen und hohe Abnahmemengen können hier die besten Konditionen realisiert werden.

    Finanzierungsrisiken

    Die Finanzierung eines Photovoltaikprojekts kann mit verschiedenen Risiken verbunden sein, darunter Schwankungen der Energiepreise, Finanzierungskosten und politische Unsicherheiten. Es ist wichtig, eine solide Finanzierungsstruktur zu entwickeln und mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, um die langfristige Rentabilität des Projekts zu gewährleisten.

    Der Bau

    Die Bauphase stellt oft eine kritische Phase dar, in der zahlreiche Herausforderungen auftreten können. Von der Einhaltung von Bauvorschriften bis zur Koordination verschiedener Gewerke müssen sämtliche Aspekte berücksichtigt werden. Bauherren im Eigenbau stoßen hier häufig auf Schwierigkeiten. Eine unzureichende Bauausführung kann zu erheblichen Problemen, wie etwa verringerter Effizienz, frühzeitigen Moduldefekten oder sogar Brandgefahren führen.

    Der Betrieb

    Nach der Fertigstellung des Projekts beginnt die Phase des Betriebs. Hierbei müssen nicht nur technische Aspekte wie regelmäßige Wartung und Überwachung beachtet werden, sondern auch ökonomische Faktoren wie der Energieertrag und mögliche Reparaturen. Ein erfahrener Partner kann sicherstellen, dass der Betrieb reibungslos verläuft und langfristig rentabel ist.

    Schäden und Reparaturen

    Um Defekte der Photovoltaikanlage frühzeitig zu erkennen, braucht es eine kontinuierliche Überwachung der Leistung. Im Schadensfall geht es um schnelle Reaktionsmaßnahmen.

     

    Der entscheidende Unterschied

    Wir bei SRS verstehen die Komplexität und die Herausforderungen, die mit großen Photovoltaikprojekten einhergehen. Als erfahrene Bauherren übernehmen wir die Verantwortung für diese Risiken, um sicherzustellen, dass unsere Partner sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Wir stehen als langfristiger Partner an Ihrer Seite, um gemeinsam nachhaltige und erfolgreiche Photovoltaikprojekte umzusetzen.

    Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Verkaufsmodellen liegt darin, dass unser Geschäftsmodell ausschließlich dann funktioniert, wenn wir günstigen Solarstrom liefern können – und dies setzt einen einwandfreien Betrieb der Anlage voraus. Daher sind unsere Interessen und die unserer Partner nahezu identisch. In unserem Modell liegt unser Hauptaugenmerk somit darauf, höchste Qualität zu gewährleisten. Wir übernehmen nicht nur die Finanzierung, den Bau und sämtliche Risiken, sondern engagieren uns schon aus Eigeninteresse aktiv für einen reibungslosen und höchsteffizienten Betrieb der Photovoltaikanlage. Unsere Verpflichtung geht über die bloße Bereitstellung von Solartechnologie hinaus – wir streben eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an, die auf nachhaltigem Erfolg basiert.

  • “Nachhaltigkeit auf der Swissbau 2024: SRS geht voran und wirft wichtige Fragen auf”

    “Nachhaltigkeit auf der Swissbau 2024: SRS geht voran und wirft wichtige Fragen auf”

    Nachhaltigkeit als Hauptthema

    Wie fast überall, war das Thema Nachhaltigkeit auch auf der Swissbau 2024 stark im Fokus. Bei den Ausstellern sowie in Präsentationen und Workshops wurden Themen wie nachhaltige Baustoffe, Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft oder ressourcenschonendes Bauen aufgegriffen. Viele gute Ideen und Ansätze sind vorhanden, doch beim Messebesuch fragten wir uns, wird auch gehandelt? 

     

    Unsere Maßnahmen

    Wenn man sich so eine Frage stellt, muss man zuerst vor der eigenen Haustüre aufräumen.  

    SRS verfolgt eine breite Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel, nicht nur bei den Kunden die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch in der Firma intern. So haben wir uns beispielsweise dafür eingesetzt, dass auf unserem Firmensitz in Baar (wir sind dort eingemietet) eine PV-Anlage installiert wird. Geschäftsreisen werden per Zug oder Carsharing gemacht. Für kürzere Distanzen haben wir Firmenfahrzeuge, welche ausschliesslich elektrisch betrieben werden. Beim Einkauf der PV-Anlagen achten wir genaustens auf die Qualität und Langlebigkeit der Komponenten. 

     

    Zurück zur Swissbau. Folgende Themen sind uns besonders geblieben: 

     

    An der Keynote-Session des SVLW (Verein für Luft- und Wasserhygiene) zum Thema Nachhaltigkeit in der Gebäudetechnik haben wir festgestellt, wie viele Parallelen es zwischen Luftqualitätsoptimierungsmassnahmen und Photovoltaik gibt. 

    Dass die Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität bzw. zur Herstellung von Solarstrom mit Nutzen verbunden ist, liegt auf der Hand (höhere Arbeitsproduktivität bei besserer Luft, attraktive Strompreise mit eigener PV-Anlage). Trotzdem ist es oftmals schwierig, ein konkretes Projekt auch zu realisieren. Es fehlt an der Entscheidungsfreudigkeit der Gebäudeeigentümer und dauert lange, bis Massnahmen umgesetzt werden. Auch bei SRS kämpfen immer wieder mit dieser Herausforderung wieder. Fehlt es nach wie vor an Verständnis für unsere Lösungen? Müssen wir mehr Bewusstsein schaffen? Braucht es attraktivere Finanzierungsmöglichkeiten? 


    Wir haben mit Martin Bäumle, Nationalrat und ehemaliger Präsident der GLP, und Konstantin Meier von Deloitte darüber gesprochen und haben folgende Erkenntnisse aus den Gesprächen mitgenommen:

    • Ohne Vorschriften läuft leider nichts. Man kann die Leute nicht zwingen, kann aber z.B. bei der Vergabe der Baubewilligung einen gewissen Druck aufbauen.
    • Es braucht mehr und bessere Beratung. Die Leute müssen überzeugt werden, dass sich das Investment lohnt.
    • Der Energiepreis für nicht erneuerbare Energien sollte deutlich anhoben und die Differenz per Lenkungsabgabe / Rückerstattung umverteilt werden, um so Investitionen durch preisliche Anreize zu fördern.
    • Auch wenn wir grundsätzlich gegen einen Zwang sind, ist in diesem Fall ein Eingriff vom Staat mit Vorschriften wohl nötig – sonst passiert wenig und vor allem dauert es zu lange.   

     

    Eine weitere spannende Diskussion wurde von der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) zum Thema Architektur und Netto-Null veranstaltet. Dies waren die Hauptpunkte, welche die Experten zur CO2-Reduktion beim Bauen aufführten: 

    Graue Emissionen sind der grösste Teil beim Bauen, vielfach sind diese aber aktuell nicht vermeidbar. Aus diesem Grund sollten Neubauten möglichst vermieden und der Fokus stärker auf die Sanierung von Gebäuden gelegt werden. Massnahmen zur Erhöhung der Langlebigkeit von Gebäuden sollen gefördert werden. 

    Effizienz-Maximierung: Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, auch die Wahl der Ressourcen ist essentiell. 

    Suffizienz: Effizienz alleine reicht nicht, man muss künftig genügsamer bauen, z.B. die technische Komplexität der Gebäude und somit Betriebsemissionen reduzieren. 

    Anreize setzen: Bis sich neue, ressourcenschonende Standards durchgesetzt haben, braucht es finanzielle Anreize, Labels und Vorschriften. 

     

    Fazit

    Alle sind sich einig, dass man sich nicht auf einzelne Massnahmen versteifen sollte. Je nach Situation, Lage, Ansprüchen der Nutzer etc. muss eine individuell passende Lösung gefunden werden. Mit Kreativität ist das Ziel von Netto-Null aber auch in der Architektur realistisch.

  • Der Aufstieg der Photovoltaik in der EU: Rekordwachstum und Herausforderungen

    Der Aufstieg der Photovoltaik in der EU: Rekordwachstum und Herausforderungen

    Photovoltaik-Zubau 2023: Deutschland erreicht 14 Gigawatt, Europa 56 Gigawatt

    Die Europäische Union erlebt einen beeindruckenden Anstieg in der Photovoltaik-Leistung, der bis zum Ende dieses Jahres voraussichtlich 263 Gigawatt erreichen wird. Ein Zuwachs von erstaunlichen 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unterstreicht die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien in der EU. In den letzten drei Jahren verzeichnete die Union kontinuierlich einen Zuwachs von über 20 Prozent pro Jahr in der Gesamtleistung der Photovoltaik-Installationen.

    Internationale Rangliste: Niederlande führen, Deutschland stark vorne

    Gemessen an der Photovoltaik-Leistung pro Einwohner nehmen die Niederlande die Spitzenposition ein, mit beeindruckenden 1280 Watt pro Einwohner. Deutschland folgt mit 985 Watt, gefolgt von Dänemark mit 832 Watt. Überraschenderweise findet man das sonnenreiche Spanien erst an sechster Stelle mit 748 Watt pro Einwohner.

    Dachanlagen dominieren den Markt

    Der europäische Photovoltaik-Markt wird maßgeblich vom Dachanlagen-Segment geprägt. Industrie, Gewerbe und Wohngebäude teilen sich einen beeindruckenden Marktanteil von 66 Prozent. Dieser Trend hat sich insbesondere in diesem Jahr verstärkt, da der Zuwachs auf die hohen Strompreise für Verbraucher zurückzuführen ist.

    Herausforderungen für die Zukunft: Politische Bedingungen und regulatorische Hürden

    Die weitere Entwicklung des Photovoltaik-Marktes in Europa hängt entscheidend von den politischen Bedingungen ab. Netzanschlusszeiten, Baugenehmigungen und Anschlussgebühren können als Hemmnisse für eine Marktentwicklung fungieren. Eine politische Veränderung in diesen Bereichen könnte den Weg für ein noch schnelleres Wachstum ebnen.

    Europaweite Unterschiede bei Anschluss und Genehmigungen

    Die Zeit, die benötigt wird, um eine Photovoltaik-Freiflächenanlage ans Netz zu bringen, variiert erheblich in Europa. Deutschland liegt im Mittelfeld, während Österreich zwischen 1,5 und 8 Jahren benötigt. Italien und die Niederlande benötigen zwischen 4 und 7 Jahren bzw. 2 und 3 Jahren. Einzige Ausnahme bildet Rumänien, wo der Netzanschluss zwischen einem und anderthalb Jahren erfolgt.

    Polen als Vorreiter bei kleinen Photovoltaik-Anlagen

    Besonders beeindruckend ist die Geschwindigkeit, mit der kleine Photovoltaik-Anlagen in Polen ans Netz gehen. Hier beträgt die benötigte Zeit lediglich einen Monat bis zum Anschluss. Im Vergleich dazu benötigt Deutschland zwischen einem und elf Monaten, die Niederlande zwischen zwei und drei Jahren, und österreichische Projektierer müssen zwischen einem und zwölf Monaten warten.

    Die Zukunft der Photovoltaik in der EU ist vielversprechend, jedoch müssen politische und regulatorische Hürden überwunden werden, um das volle Potenzial dieser nachhaltigen Energiequelle zu entfalten.

    Quelle