Author: Ruzanna Mnatsakanyan

  • Neue Energieziele 2030 vom Bundesrat: SRS unterstützt beim Ausbau

    Neue Energieziele 2030 vom Bundesrat: SRS unterstützt beim Ausbau

    Schweizer Energierecht 2025: Wichtige Neuerungen für die Energiewende

    Die Schweiz startet mit einem überarbeiteten Energierecht in das Jahr 2025 – ein wichtiger Schritt, um die Energiewende weiter voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen. Das neue Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien bringt Veränderungen, die sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen betreffen. Hier erfahren Sie, was sich ändert und wie diese Neuerungen die Energieversorgung nachhaltiger machen sollen.

    Fokus auf erneuerbare Energien

    Erneuerbare Energien spielen eine zentrale Rolle im revidierten Energierecht. Solaranlagen, die im Winter mindestens 5 GWh Strom erzeugen, erhalten nun den Status “nationales Interesse”. Damit wird die Realisierung solcher Projekte deutlich erleichtert. Auch Photovoltaikanlagen über Parkplatzarealen profitieren von neuen Förderungen – sie erhalten einen Bonus, um den Ausbau trotz höherer Kosten zu unterstützen.

    Erleichterungen beim Eigenverbrauch

    Die Änderungen im Bereich Eigenverbrauch machen es einfacher, lokal produzierten Strom direkt zu nutzen. Neu werden virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) möglich, sodass Strom über bestehende Netzinfrastruktur geteilt und abgerechnet werden kann. Das spart Kosten und fördert die Eigenständigkeit.

    Effizienz im Fokus: Energie sparen und Kosten senken

    Stromlieferanten müssen bis 2035 Massnahmen ergreifen, um jährlich 2 TWh Strom einzusparen. Für Endverbraucher bedeutet dies mehr Effizienzlösungen, von der Beleuchtung bis zu elektrischen Geräten. Die Kosten dafür werden transparent über den Strompreis abgerechnet, während die Anbieter Anreize erhalten, die Massnahmen möglichst wirtschaftlich umzusetzen.

    Mehr Transparenz durch Herkunftsnachweise

    Ein neues Herkunftsnachweissystem für erneuerbare und emissionsarme Brennstoffe wird eingeführt. Dieses macht den ökologischen Mehrwert der Energieträger sichtbar und handelbar. Dadurch wird die Klimapolitik nachvollziehbarer und effizienter gestaltet.

    Vorteile für Unternehmen

    Das revidierte Gesetz bietet Unternehmen neue Möglichkeiten, ihre Energieprojekte effizient und nachhaltig umzusetzen. Von besseren Förderbedingungen für grosse Photovoltaikanlagen bis zu neuen Anreizen für Wind- und Wasserkraftwerke – die Anpassungen eröffnen Potenziale für langfristige Investitionen in erneuerbare Energien.

    Ihr Partner für nachhaltige Lösungen

    Als Experten im Bereich erneuerbare Energien unterstützen wir Sie gerne dabei, die neuen Regelungen optimal zu nutzen. Ob bei der Planung Ihrer Projekte, der Anmeldung von Fördermitteln oder der Umsetzung von Energieeffizienzmassnahmen – wir stehen Ihnen zur Seite.

    Kontakt

  • Plusenergie Burgholz: Ein Leuchtturmprojekt für die Energiezukunft der Schweiz

    Plusenergie Burgholz: Ein Leuchtturmprojekt für die Energiezukunft der Schweiz

    Am 29. Oktober 2025 fiel im Dachstock der Power Jet AG der offizielle Startschuss für das Projekt Plusenergie Burgholz – ein Meilenstein für die nachhaltige Energiezukunft des Industrieareals Burgholz im Diemtigtal (BE) und die dortigen Industriebetriebe. 

    Das Vorhaben wurde von der Gemeinde Diemtigen, dem Naturpark Diemtigtal, dem Kanton Bern und der Wyss Academy for Nature initiiert und in enger Zusammenarbeit mit Green Energy Venture als organisierendem Partner sowie weiteren Unternehmen aus der Energiebranche vorangetrieben – mit dem Ziel, das Industrieareal zu einem energieeffizienten, klimafreundlichen und wirtschaftlich zukunftsfähigen Standort zu entwickeln. 

    Ein wegweisendes Energie- und Industrieprojekt 

    Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele: 

    • Klimaschutz: Reduktion des CO₂-Ausstosses 
    • Versorgungssicherheit: Aufbau eines nachhaltigen lokalen Energiesystems 
    • Wettbewerbsfähigkeit: Langfristige Senkung der Energiekosten für Unternehmen 

    Dazu sollen regionale Ressourcen genutzt, Betriebe vernetzt und innovative Technologien integriert werden – von erneuerbarer Stromproduktion über Gebäudeeffizienz bis zur nachhaltigen Mobilität. 

    Ein Schlüsselbaustein ist die intelligente Sektorkopplung: Strom, Wärme, Mobilität und Speicher werden vernetzt gedacht, um Energie flexibel und effizient zu nutzen. 

    Fachinput von Swiss Renewable Solutions 

    „Photovoltaik – gestern, heute, morgen“ 

    In seinem Vortrag spannte Roman Gysel, Geschäftsführer der Swiss Renewable Solutions AG, den Bogen von den Anfängen der PV bis zur heutigen Systemphase und gab einen Ausblick auf die Entwicklungen der nächsten Jahre. 

    Vier Generationen der Photovoltaik – ein Technologiewandel in Rekordzeit 

    In seinem Vortrag zeichnete Roman Gysel die rasante Entwicklung der Photovoltaik nach. Was einst als kostspielige Nischentechnologie begann, hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte zur tragenden Säule einer modernen Energieversorgung entwickelt. 

    Von den frühen Pionierjahren bis zur heutigen Systemintegration hat die Photovoltaik einen bemerkenswerten Wandel durchlaufen. Bis etwa 2008 war Solarenergie vor allem eine teure Nischentechnologie mit aufgeständerten Anlagen und kleinen Stückzahlen. Mit Fördermodellen wie der KEV in der Schweiz setzte anschließend ein massiver Ausbau ein, der zu sinkenden Kosten und steigenden Wirkungsgraden führte. Ab 2015 beschleunigte die Industrialisierung, insbesondere durch China, den globalen Durchbruch — Solarstrom wurde vielerorts günstiger als Netzstrom. Heute befinden wir uns in der Systemphase: Speicher, Netzintegration, Eigenverbrauch und intelligente Energiesteuerung bestimmen den Wert von PV-Anlagen. Es geht nicht mehr nur um die Module, sondern um smarte Gesamtsysteme, die lokal Energie erzeugen, speichern und optimal nutzen. 

    Ein eindrückliches Zeichen dieser Entwicklung: Die weltweite installierte PV-Leistung hat sich innerhalb von nur zwei Jahren von 1 auf 2 Terawatt verdoppelt. Ein technologischer Meilenstein, der zeigt, wie schnell sich die Energiewelt heute verändert. 

    Schweiz im Wandel: Von Einspeisung zu Eigenverbrauch 

    Ein zentrales Thema im Vortrag war die veränderte Logik in der Schweiz: 

    Der Wert entsteht nicht mehr primär beim Einspeisen, sondern im lokalen Verbrauch. 

    Daher rücken EigenverbrauchLastmanagement und lokale Energieverbünde (LEG/ZEV) in den Vordergrund. 

    Schlüsselhebel, die Roman Gysel nannte: 

    • Photovoltaik + Speicher + Energiemanagementsystem (EMS) für höhere Eigenverbrauchsquote 
    • Steuerung von Wärme- und Kälteerzeugung 
    • intelligente Ladeprofile für Elektromobilität 
    • Peak-Shaving zur Entlastung der Netze 
    • Lokale Vermarktung und Nutzung von Arealstrommodellen 

    Schon wenige EMS-Regeln können spürbar Wirkung zeigen – eine Botschaft, die bei den teilnehmenden Unternehmen auf grosses Interesse stiess. 

    Praxisbeispiel: Energiehub Aefligen 

    Als Referenz stellte SRS zudem den Energiehub Aefligen vor – ein System aus Photovoltaik, Batteriespeicher, Wasserkraft und Steuerungstechnologien.
    Das Beispiel zeigte: 

    • wie lokale Energieflüsse orchestriert werden können 
    • wie Resilienz und Kosteneffizienz steigen 
    • und wie lokale Wertschöpfung entsteht 

    Ein greifbares Vorbild für das Burgholz-Areal. 

    SRS als Umsetzungspartner 

    Zum Abschluss gab Roman Gysel einen kurzen Einblick in die Leistungen der Swiss Renewable Solutions: 

    • Planung & Finanzierung 
    • Bau, Betrieb & Service 
    • Vermarktung &Energiemanagement  

    Als Contractor übernimmt SRS Marktrisiken, Betriebsaufgaben und Komplexität – ein Angebot, das besonders für Unternehmen interessant ist, die Energieoptimierung ohne eigene Ressourcen vorantreiben möchten. 

    CTA: Unternehmen im Areal sind eingeladen, Lastprofile zu teilen, um Potenziale und Contracting-Modelle konkret zu berechnen. 

    Neben Roman Gysel brachte auch Kevin Beutler von Helion Energy AG / Volton spannende Perspektiven ein, etwa zu Energiespeichern, E-Mobilität und realisierten Projekten. Die Beiträge zeigten deutlich, wie innovative Technologien und lokale Kooperationen den Wandel beschleunigen.

    Der Auftakt des Projekts „Plusenergie Burgholz“ hat gezeigt: 

    • Photovoltaik ist zur kosteneffizienten Leit-Energiequelle geworden 
    • Eigenverbrauch + Speicher + Steuerung bilden die neue Erfolgsformel 
    • Regionale Energieprojekte entwickeln sich zu wirtschaftlichen Standortvorteilen 
    • Kooperation zwischen Gemeinden, Unternehmen und Forschung ist entscheidend 

    Swiss Renewable Solutions ist stolz darauf, dieses Pilotprojekt mitzugestalten und gemeinsam mit den regionalen Akteuren einen Weg in die energiepositive Zukunft zu ebnen. 

  • Innovation trifft Nachhaltigkeit – Einblicke von der K 2025 in Düsseldorf

    Innovation trifft Nachhaltigkeit – Einblicke von der K 2025 in Düsseldorf

    Von Swiss Renewable Solutions AG

     

    „Darf man heute noch Kunststoffe verwenden?“ – Diese Frage stand unausgesprochen über vielen Gesprächen auf der K 2025, der weltweit führenden Messe für Kunststoff- und Kautschuktechnologien in Düsseldorf. Unter dem Motto „The Power of Plastics: Green – Smart – Responsible“ zeigte die Veranstaltung eindrücklich, dass Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft längst im Zentrum industrieller Innovation stehen.

    Die Messe machte deutlich: Kunststoff ist nicht das Problem – sondern Teil der Lösung, wenn Produktion, Energieversorgung und Recycling intelligent verknüpft werden. Genau hier setzt die Swiss Renewable Solutions AG (SRS) an – mit integrierten Energielösungen für Industrie und Gewerbe.

    Technologie mit Verantwortung: Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz im Fokus

    Mehr als 3 200 Aussteller präsentierten auf der K 2025 neue Materialien, effiziente Produktionsprozesse und digitale Steuerungssysteme. Der Tenor war klar: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein Wettbewerbsfaktor.

    Die Kunststoffindustrie zeigt, dass sie Verantwortung übernehmen will – durch den Einsatz von Rezyklaten, energieoptimierten Anlagen und geschlossenen Stoffkreisläufen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an erneuerbaren Energiequellen, um diese Transformation auch energetisch zu untermauern.

    Für SRS ist das ein entscheidender Ansatzpunkt: Die Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeichern und intelligentem Lastmanagement ermöglicht es Unternehmen, ihre Produktion nicht nur ressourcenschonender, sondern auch wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

     

    SRS im Dialog mit der Industrie

    Vor Ort war auch Tino Schumann, Aussendienstmitarbeiter der Swiss Renewable Solutions AG. Er führte zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern aus der Kunststoffverarbeitung und dem Maschinenbau – unter anderem mit Pröll GmbH und IKA GmbH & Co. KG.

    Dabei zeigte sich deutlich, wie gross das Interesse an praxisnahen Lösungen für Energieeffizienz, Eigenverbrauchsoptimierung und Lastspitzenreduktion bereits ist. Viele Unternehmen suchen konkrete Wege, um den steigenden Energiekosten und regulatorischen Anforderungen aktiv zu begegnen.

    Die Angebote von SRS stiessen auf durchweg positives Echo: Die modulare Kombination aus PV-Anlagen, Batteriespeichern und intelligenter Steuerung überzeugte durch ihren klaren wirtschaftlichen Nutzen und die Möglichkeit, CO₂-Emissionen spürbar zu senken.

     

    Was SRS beiträgt – integrierte Energiesysteme für die Industrie

    SRS entwickelt ganzheitliche Energiekonzepte, die regenerative Erzeugung, Speicherung und intelligente Nutzung miteinander verbinden.

    • Photovoltaik und Speicherlösungen reduzieren Netzbezug und Betriebskosten.
    • Lastmanagement sorgt für stabile Netzauslastung und vermeidet Leistungsspitzen.
    • Digitale Steuerungssysteme ermöglichen Transparenz und Effizienz im täglichen Betrieb.
    • Beratung zur Netzintegration stellt sicher, dass Energieprojekte reibungslos und regelkonform umgesetzt werden.

    Damit unterstützt SRS Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Energieautonomie, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit – in der Schweiz, in Deutschland und zunehmend auch international.

     

    Impulse für die nächste Generation

    Die Messe zeigte eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Zahlreiche Studierende und Nachwuchskräfte informierten sich über neue Produktionsverfahren, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energiesysteme.

    SRS sieht darin ein wichtiges Signal: Die nächste Generation denkt vernetzt – und verbindet technologische Innovation selbstverständlich mit ökologischer Verantwortung.

     

    Fazit: Verantwortung trifft Chance

    Die K 2025 hat gezeigt: Innovation und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Die Kunststoff- und Maschinenbauindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel – hin zu effizienteren, digitaleren und klimafreundlicheren Prozessen.

    SRS begleitet diesen Wandel aktiv – als Partner für integrierte Energiesysteme, nachhaltige Produktionsprozesse und energieeffiziente Industriegebäude. Wer heute in Energieeffizienz investiert, investiert in Wettbewerbsfähigkeit.

     


     


     

  • Strompreise 2026: Entlastung für Haushalte – neue Chancen für Industrie durch dynamische Tarife

    Strompreise 2026: Entlastung für Haushalte – neue Chancen für Industrie durch dynamische Tarife

    Energieintensiver Industrie winkt neue staatliche Förderung

    Energieintensive Unternehmen, die ihre Produktion klimaneutral umbauen wollen, können auf neue staatliche Hilfen hoffen. Für die “Klimaschutzverträge” will Wirtschaftsminister Robert Habeck zunächst einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag bereitstellen.

    Unternehmen aus besonders energiehungrigen Branchen können auf zusätzliche staatliche Förderung für die Umstellung auf klimafreundliche Produktionsmethoden hoffen. Noch in diesem Jahr könnten sich Unternehmen in einer Auktion Angebote zur Teilnahme an sogenannten Klimaschutzverträgen abgeben, sagte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (53, Grüne) am Montag in Berlin. Der Grünen-Politiker nannte die Pläne ein “industriepolitisches Ausrufezeichen”.

    Klimaschutzverträge sollen neuen und aus Sicht des Klimaschutzes wünschenswerten Technologien den nötigen Schub verleihen, damit sie sich am Markt durchsetzen. Dabei soll der Staat dem Unternehmen eine Ausgleichszahlung garantieren, die es für die höheren Kosten der klimafreundlichen Produktion entschädigt. Außerdem soll das Unternehmen für eine Dauer von fünfzehn Jahren gegen Unsicherheiten etwa bei der Preisentwicklung von Wasserstoff abgesichert werden. Sobald sich neue Verfahren rechnen, soll Geld zurück an den Staat fließen.

    Adressaten sind energieintensive Industriebranchen, wie zum Beispiel die Stahl-, Zement-, Papier- oder Glasindustrie. Klimaschutzverträge werden auch im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP als mögliches Instrument genannt.

    Zweistelliger Milliardenbetrag für den Umstieg

    Eingeplant ist zunächst ein mittlerer zweistelliger Milliardenbetrag, wie Habeck sagte. “Günstigstes Gebot zuerst, bis das Geld alle ist”, beschrieb er das spätere Bieterverfahren. Es gehe dabei um die “für den Steuerzahler günstigsten Gebote”. Von der Entwicklung neuer, klimafreundlicherer Produktionstechniken profitierten am Ende alle.
    Es gibt aber zwei wichtige Vorbehalte: Einerseits muss die EU-Kommission die Pläne absegnen, weil bei staatlicher Förderung der Industrie immer die Frage möglicher Wettbewerbsverzerrungen in Europa im Raum steht. Dazu sagte Habeck, es gebe eine grundsätzliche Zustimmung der Brüsseler Behörde, weitere offene Fragen müssen im Verlauf geklärt werden. Und zweitens muss das Geld im Bundeshaushalt bereitgestellt werden, der noch nicht steht. Die Förderrichtlinie, die an diesem Dienstag veröffentlicht werden soll, ist laut Ministerium innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

    Beirat warnt vor Wettbewerbsverzerrungen und hohen Kosten

    Noch im Februar hatten Berater Habecks vor Risiken bei Klimaschutzverträgen gewarnt. Der unabhängige wissenschaftliche Beirat des Ministeriums hatte erklärt, das Instrument könne hilfreich sein beim Einstieg in eine neue Technologie, stelle aber auch “einen tiefen Eingriff des Staates in die Produktionsentscheidungen der Unternehmen dar”. Es drohten Wettbewerbsverzerrungen und für den Staat hohe Kosten. Die Berater hatten stattdessen für “grüne Leitmärkte” plädiert, also staatlich geschaffene oder geförderte Märkte für klimafreundlich produzierte Grundstoffe wie “grünen Stahl”

    Habeck sagte, in Reaktion auf die Kritik habe sein Haus die Pläne “mittelstandsfreundlicher” gemacht. Profitieren könnten Anlagen ab einem jährlichen Ausstoß von zehn Kilotonnen Kohlendioxid. “Es geht nicht nur um die ganz großen industriellen Schwergewichte Deutschlands, sondern möglichst breite Teilnahme auch in den deutschen Mittelstand hinein.” Voraussetzung für die Förderung sei, dass nur Strom zur Industrieproduktion genutzt wird, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde, Wasserstoff muss EU-Kriterien erfüllen.

     

    Quelle

  • Strompreise in Deutschland

    Strompreise in Deutschland

    Strompreise in Deutschland: Entwicklungen 2025 und der Blick nach vorn

    Die Strompreise in Deutschland stehen weiterhin im Fokus von Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik. Nach den drastischen Anstiegen infolge der Energiekrise zeigen sich im Jahr 2025 differenzierte Entwicklungen: Entlastungen in einigen Bereichen, aber auch neue Herausforderungen durch regulatorische und strukturelle Rahmenbedingungen. Ein Überblick auf Basis der aktuellen BDEW- und vbw-Analysen.

    Haushaltsstrompreise: Stabil auf hohem Niveau

    Laut der BDEW-Strompreisanalyse (Juli 2025) liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushalte bei 39,7 ct/kWh. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2024: 42,29 ct/kWh), bleibt jedoch deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise. Die Preisstruktur setzt sich wie folgt zusammen:

    •𝗕𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝗳𝘂𝗻𝗴, 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯 𝘂𝗻𝗱 𝗠𝗮𝗿𝗴𝗲: 16,04 ct/kWh (40,4 %)

    •𝗡𝗲𝘁𝘇𝗲𝗻𝘁𝗴𝗲𝗹𝘁𝗲: 10,95 ct/kWh (27,6 %)

    •𝗦𝘁𝗲𝘂𝗲𝗿𝗻, 𝗔𝗯𝗴𝗮𝗯𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗺𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻: 12,71 ct/kWh (32 %)

    Auffällig ist der gestiegene Anteil der staatlichen Preisbestandteile (+1,58 ct/kWh im Vergleich zu 2024), was die politische Diskussion über Stromsteuerentlastung und gezielte Fördermaßnahmen erneut anheizt. Die Preisstruktur zeigt, dass rund 40 % des Endpreises auf Beschaffung und Vertrieb entfallen.

    Industriestrom: Entlastung für energieintensive Unternehmen?

    Bei den Strompreisen für industrielle Letztverbraucher zeigt sich eine deutliche Spreizung:

    •𝗞𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗯𝗶𝘀 𝗺𝗶𝘁𝘁𝗹𝗲𝗿𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 (𝟭𝟲𝟬.𝟬𝟬𝟬–𝟮𝟬 𝗠𝗶𝗼. 𝗸𝗪𝗵): 18,31 ct/kWh (2024: 17,09 ct/kWh)

    •𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝗲 𝗜𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗯𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗔𝘂𝘀𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘀𝗿𝗲𝗴𝗲𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻: Deutlich niedrigere reale Kosten durch Ausnahmen bei Netzentgelten, EEG-Umlage etc.

    Die BDEW-Daten zeigen: Die Entlastung auf dem Großhandelsmarkt kommt nur teilweise bei kleineren Betrieben an, während Großabnehmer stärker von den gesunkenen Marktpreisen profitieren – nicht zuletzt durch regulatorische Entlastungsmaßnahmen.

    Strom bleibt teuer – trotz Erneuerbarer Energie

    Die vbw-Strompreisprognose 2024, erstellt von Prognos, skizziert die Entwicklung der Strompreise in Deutschland bis zum Jahr 2045. Drei Szenarien – „Trägheit“, „Referenz“ und „Zielerreichung“ – bilden unterschiedliche Entwicklungspfade ab, kommen jedoch zu vergleichbaren Grundtendenzen: Für das Jahr 2030 werden Großhandelsstrompreise (nur Energie!) zwischen 86 und 101 Euro pro Megawattstunde erwartet – mehr als doppelt so viel wie 2019, als der Preis bei 41 Euro pro Megawattstunde lag. Bis 2045 ist ein moderater Rückgang auf 73 bis 85 Euro pro Megawattstunde prognostiziert. Es darf nicht vergessen werden, dass dies die reinen Energiepreise ohne die zusätzlichen Netzentgelte sind!

    Das dauerhaft hohe Preisniveau wird im Wesentlichen durch drei zentrale Faktoren bestimmt: hohe Gaspreise, steigende CO₂-Kosten im europäischen Emissionshandel sowie erhebliche Investitionen in die Erzeugungs- und Netzinfrastruktur.

    Parallel zur Preisentwicklung zeigt die Prognose auch markante Veränderungen in der Struktur der Stromerzeugung. Erneuerbare Energien werden zur dominierenden Erzeugungstechnologie: Bereits im Jahr 2030 sollen sie rund 81 % der Nettostromerzeugung ausmachen. Der marktgetriebene Ausstieg aus der Kohleverstromung vollzieht sich bis 2035, wobei die Braunkohle bereits 2030 aus dem Markt gedrängt wird – vor allem aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke. Ab 2030 gewinnt zudem die Wasserstoffverstromung zunehmend an Bedeutung. Deren Kosten wirken sich laut Annahme der Studie jedoch nicht preistreibend auf den Strommarkt aus, da entsprechende staatliche Instrumente kompensierend eingreifen.

    Trotz kurzfristiger Entlastungen bleibt die Strompreisentwicklung in Deutschland angespannt. Für Haushalte bedeutet das: Der Strompreis dürfte auch mittelfristig über dem gewohnten Niveau bleiben. Für Unternehmen – insbesondere den Mittelstand – ist der Kostendruck trotz Marktberuhigung nicht vorbei.

    Entscheidend wird sein, wie die Politik auf nationaler und europäischer Ebene agiert: Ob Stromsteuern gesenkt, Netzentgelte fairer verteilt und neue Marktanreize geschaffen werden. Denn eines ist klar: Die Transformation des Energiesystems wird auch eine finanzielle Herausforderung bleiben – für alle Beteiligten.

    Klar ist, je unabhängiger Sie sich vom Markt machen, desto weniger betroffen sind Sie von Launen des Marktes und der Politik!

    Quellen:
    https://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Wirtschaftspolitik/2024/Downloads/Strompreisprognose_2024_v4-(002).pdf 

    https://www.bdew.de/media/documents/BDEW-Strompreisanalyse_05-2025.pdf 

    https://www.bdew.de/media/documents/Fakten_und_Argumente_Stromkostenentwicklung_2030.pdf 

  • Fachbeitrag in der htr hotelrevue: Solarenergie wird für Hotels unverzichtbar

    Fachbeitrag in der htr hotelrevue: Solarenergie wird für Hotels unverzichtbar

    Die htr hotelrevue hat in ihrer aktuellen Ausgabe unseren Fachbeitrag veröffentlicht. Darin zeigen wir, wie Hotels mit Photovoltaikanlagen nicht nur ihre Energiekosten senken, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten können – und das ganz ohne eigene Investitionen.

    Nachhaltigkeit wird in der Hotellerie zunehmend zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Gäste achten verstärkt auf Umweltstandards, während gleichzeitig steigende Energiekosten die Betriebe belasten. Photovoltaik bietet eine Lösung für beide Herausforderungen: saubere Eigenstromversorgung, Reduktion der CO₂-Emissionen und langfristige Planungssicherheit.

    Ein aktuelles Praxisbeispiel liefert das Hotel La Maison Suisse in Döttingen (Mitglied von HotellerieSuisse). Gemeinsam mit Swiss Renewable Solutions (SRS) entsteht dort eine moderne Solaranlage, die künftig den Grossteil des Strombedarfs decken soll. Möglich macht dies ein Contracting-Modell, bei dem SRS Finanzierung, Planung, Umsetzung und Wartung übernimmt. Das Hotel profitiert von stabilen Energiekosten ohne Eigeninvestitionen oder zusätzlichen administrativen Aufwand.

    Hotel-Geschäftsführer Loren Sinaj betont:
    „Strom gehört zu unseren fünf größten Kostenfaktoren. Nachhaltige Lösungen helfen uns, Kosten zu senken und gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.“

    Das Contracting-Modell eröffnet vielen Hotels neue Perspektiven: planbare Energiekosten, ein starkes Nachhaltigkeitsprofil und eine Investition in die Zukunft – ganz ohne Bindung von Eigenkapital.

    Wir freuen uns, mit unserem Beitrag in der htr hotelrevue die Diskussion über nachhaltige Energielösungen in der Hotellerie mitzugestalten.

    Quelle: htr hotelrevue

    Möchten auch Sie von einer Photovoltaikanlage ohne Eigeninvestition profitieren? Kontaktieren Sie uns gerne. Kontaktformular

  • Mehr Sonne über Mitteleuropa: Die zunehmende Einstrahlung in Deutschland und der Schweiz

    Mehr Sonne über Mitteleuropa: Die zunehmende Einstrahlung in Deutschland und der Schweiz

    Nach aktuellen Analysen ist 𝗦𝗼𝗹𝗮𝗿𝗲𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗩𝗼𝗿𝗺𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵 – insbesondere in der Schweiz, aber auch mit Herausforderungen in Deutschland.  

    Deutschland verzeichnet aktuell einen deutlichen Rückgang beim Photovoltaik-Zubau:
    Im März 2025 wurden nur rund 𝟳𝟴𝟳 𝗠𝗲𝗴𝗮𝘄𝗮𝘁𝘁 neue PV-Leistung installiert – der niedrigste Monatswert seit Ende 2022. Besonders stark betroffen ist der Markt für Dachanlagen, aber auch Freiflächenanlagen gingen spürbar zurück.
    Lediglich Stecker-Solar-Geräte verzeichnen ein kräftiges Wachstum: Im März wurden fast 𝟰𝟮.𝟱𝟬𝟬 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗕𝗮𝗹𝗸𝗼𝗻𝗸𝗿𝗮𝗳𝘁𝘄𝗲𝗿𝗸𝗲 mit insgesamt 49 Megawatt registriert.
    Trotzdem zählt Deutschland mit über 𝟭𝟭𝟬𝟬 𝗪𝗮𝘁𝘁 𝗶𝗻𝘀𝘁𝗮𝗹𝗹𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗶𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗽𝗿𝗼 𝗞𝗼𝗽𝗳 weiterhin zu den führenden Ländern beim PV-Ausbau. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, wie sensibel der Markt auf politische Änderungen reagiert. 

    In der Schweiz setzt sich der positive Trend fort:
    Im Jahr 2024 wurden rund 1,78 Gigawatt neue Photovoltaiksysteme installiert – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: 2023 waren es 1,64 GW, 2022 rund 1,08 GW. Die erwartete PV-Produktion 2024 entspricht damit rund 𝟭𝟯,𝟵 % 𝗱𝗲𝘀 𝗽𝗿𝗼𝗴𝗻𝗼𝘀𝘁𝗶𝘇𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘀 𝗳ü𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟱– ein deutliches Zeichen für den Fortschritt der Energiewende in der Schweiz. 

    Für 2025 wird in Deutschland und in der Schweiz ein rückläufiger Zubau erwartet.  Grund dafür könnten die geplanten politischen Anpassungen sein – wie etwa geringere Einspeisevergütungen oder reduzierte Förderanreize, künftig dämpfend auf den Markt auswirken. Noch handelt es sich dabei um Erwartungen – die konkreten Effekte bleiben abzuwarten.

    Quellen:
    IEA
    https://www.pv-magazine.de/
    https://www.pv-magazine.com/
     

  • Swiss Renewable Solutions auf der Fachkonferenz “Sichere Stromerzeugung durch erneuerbare Energien” in Zürich

    Swiss Renewable Solutions auf der Fachkonferenz “Sichere Stromerzeugung durch erneuerbare Energien” in Zürich

    Der Grundtenor an der #PVTagung23 war klar: Es muss etwas gehen im Bereich der erneuerbaren Energien, um so bald wie möglich #NettoNull zu erreichen.

    Doch wie schnell kann der Ausbau der #Photovoltaik erfolgen? Da sind sich die Experten uneinig. Das Bundesamt für Energie rechnet mit 37 TWh bis 2050 (+8 TWh aus anderen erneuerbaren Energien), Swissolar geht von 45 TWh bis 2050 aus, Jürg Rohrer, Professor an der ZHAW Zurich University of Applied Sciences, spricht von notwendigen 45 TWh bereits bis 2035.

    Um diese #Ziele zu erreichen, braucht es gemäss Jürg Rohrer gesetzliche Grundlagen. Einerseits soll gesetzlich dazu verpflichtet werden, auf bestehenden Gebäuden #Solaranlagen zu montieren. Andererseits soll für alpine Solaranlagen bereits jetzt eine #Nachfolgeregelung erarbeitet werden, für die Zeit nach dem Abschluss des Projekts #Solarexpress.

    Essentiell für diese Entwicklung ist eine funktionierende #InfrastrukturChristof Bucher forscht an der Berner Fachhochschule BFH daran, wie die #Wechselrichter die Stabilisierung des Netztes auch in Zukunft und mit einem Mehrfachen der Stromleistung sicherstellen können.

    Interessant war auch der Beitrag zum #Winterstrom von Nationalrätin Gabriela Suter: Die Wasserkraftreserve kostet 296 Mio. CHF für 0.4 TWh, d.h. 0.74 CHF / kWh, einmalig für den Winter 2022/2023! Die Photovoltaik liefert ohne Zusatzkosten einen Beitrag von 1.1 TWh geliefert in diesem und kommenden Winterperioden!

    Vielen Dank Swissolar für die spannende Tagung und die Organisation dieses wichtigen Branchenanlasses, danke Christof Bucher und Jürg Rohrer für eure Voten. Roman Gysel

    #PVTagung23 #solarenergie #solarstrom #photovoltaik #energie #zukunft

  • Fachtagung Netzanschluss 2025: Herausforderungen und Chancen für den PV-Ausbau

    Fachtagung Netzanschluss 2025: Herausforderungen und Chancen für den PV-Ausbau

    Die Swiss Renewable Solutions (SRS) war zur Fachtagung «Netzanschluss» der Berner Fachhochschule eingeladen – eine Veranstaltung mit hochaktuellen Impulsen rund um Netzzugang, Wirtschaftlichkeit von PV-Strom und innovative Tarifmodelle. Wir teilen hier zentrale Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die Energiezukunft der Schweiz – insbesondere im Hinblick auf den Photovoltaik-Ausbau: 

    Die Energiewende schreitet technisch voran – doch netzseitig stösst sie an Grenzen. Der hohe Zubau an PV-Anlagen bringt Herausforderungen mit sich, die nicht allein mit Netzausbau zu lösen sind. Immer öfter führen Einspeisespitzen zu negativen Strompreisen und Netzengpässen. Der klassische PV-Betrieb mit maximaler Einspeisung und fixen Einspeisevergütungen passt nicht mehr zu einem flexiblen, dezentralen Energiesystem. 

     

    Solarstrom am Limit: Wenn Einspeisung zum Problem wird 

    Prof. Dr. Christof Bucher von der BFH brachte es auf den Punkt: „Die oberen 60 % der Anschlussleistung von Photovoltaikanlagen bieten kaum einen Mehrwert für das Stromsystem.“ In Zeiten hoher gleichzeitiger Einspeisung sinkt der Marktwert von Solarstrom auf null oder wird sogar negativ. 

    Seine Prognose: Bereits in ein bis zwei Jahren wird das heutige Stromnetz PV-Spitzen kaum noch verkraften. Nur durch gezielte Flexibilisierung lässt sich die Energiewende ohne massive Mehrkosten realisieren. Ein „Weiter wie bisher“ ist angesichts bereits heute auftretender Einspeiseüberhänge – teilweise bei 80 % der Verbrauchslast – nicht tragbar. 

     

    Marktorientierte Vergütung statt pauschaler Einspeisetarife 

    Eine stärkere Marktintegration der PV ist unerlässlich. Zentrale Hebel sind stündlich differenzierte Marktpreise und daraus abgeleitete Preissignale. Diese motivieren Betreiber, ihre Einspeisung am Bedarf auszurichten, Eigenverbrauch zu erhöhen oder Energie zu speichern. 

     

    Dynamische Tarife: Gesetzlich verankert, praxisnah gestaltet 

    Das revidierte Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) schaffen den rechtlichen Rahmen für dynamische Netztarife – künftig verpflichtend mit mindestens vier Tarifstufen, jährlich anpassbar. 

    Auch die PV-Abregelung ist geregelt: Netzbetreiber dürfen bis zu 3 % der Einspeiseenergie pro Jahr ohne Vergütung abregeln. Der finanzielle Verlust ist gering, wegen zu diesen Zeitpunkten tiefen Strompreisentypischerweise unter 3 %, und dient der Netzstabilisierung bzw. der Vermeidung von hohen Netzausbaukosten. 

     

    Flexible Verbraucher, intelligente Speicher: Voraussetzung für 45 TWh PV bis 2050 

    Das Ziel von 45 TWh PV-Strom bis 2050 erfordert flexible Lasten und Speicher. Prognosen zeigen: Auf Netzebene 5 und 7 braucht es eine Flexibilitätssteigerung von bis zu 75 % bzw. 525 %, um die Netzintegration bis 2030 sicherzustellen. Intelligente Steuerungssysteme (EMS), Speicherlösungen und Lastverschiebung müssen zentrale Bestandteile der Netzplanung werden. 

    Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um klare Marktsignale und investitionssichere Rahmenbedingungen. Die Fachtagung verdeutlichte: Die Zukunft des Strommarktes ist lokal, marktnah und dezentral intelligent.  

    SRS sieht sich gut aufgestellt, diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten – mit praxisnahen Lösungen für Netzanschluss, Eigenverbrauch und Speicherintegration. Bereits heute pflegt die SRS den Dialog mit den Netzbetreibern, um beidseits eine wirtschaftlich optimale Lösungen anzustreben. Unsere Erfahrung zeigt, dass dabei bereits viele Netzbetreiber fortschrittlich denken, leider jedoch noch nicht alle Netzbetreiber fair mitspielen wollen bzw. teilweise nicht einmal die gesetzlichen Grundlagen kennen. Angesichts der grossen gesetzlichen Veränderungen können wir das teilweise nachvollziehen, wünschen uns aber dennoch eine grössere Dialogbereitschaft seitens der Netzbetreiber. 

     

    Konsens in der Branche: Dynamik statt Stagnation 

    In der abschliessenden Podiumsdiskussion herrschte Einigkeit: Die Energiewende gelingt nur im Zusammenspiel von Markt, Technologie und Gesellschaft. Über 95 % der Teilnehmenden sprechen sich für dynamische Tarife aus – sowohl beim Energiepreis als auch bei der Netznutzung, beim Bezug wie bei der Einspeisung. 

    Die vierte Fachtagung «Netzanschluss» zeigte klar: Die technische Machbarkeit der Energiewende ist gegeben – entscheidend ist jetzt die wirtschaftliche und regulatorische Umsetzung. Mit marktnahen Vergütungssystemen, flexiblen Tarifen und gezielter Kundenkommunikation lässt sich der nächste Schritt in Richtung Solarzukunft gestalten. 

    Swiss Renewable Solutions gestaltet den Wandel aktiv mit – und unterstützt Sie mit innovativen, praxistauglichen Lösungen. Lassen Sie uns gemeinsam die Solarzukunft realisieren. Unsere Partner und Kunden können sicher sein, dass wir uns für sie mit Kompetenz für die besten Netzanschlussbedingungen einsetzen – wir sitzen als Anlagenbetreiberin im selben Boot.  Kontakformular 

     

    Fachtagung Netzanschluss 2025

  • PV-Contracting: Empfehlenswert oder risikobehaftet? – Einsicht in die Meinung der PV-Branche

    PV-Contracting: Empfehlenswert oder risikobehaftet? – Einsicht in die Meinung der PV-Branche

    Immer mehr Unternehmen interessieren sich für Photovoltaik – und damit auch für Contracting-Modelle, sofern sie überhaupt bekannt sind. Doch wie überzeugt sind UnternehmerInnen der Solarbranche davon, eine solche Lösung an befreundete Unternehmerinnen ausserhalb der Branche weiterzuempfehlen? Eine aktuelle Umfrage unter 264 EntscheidungsträgerInnen aus der Solarbranche – also Fachleuten, die täglich Photovoltaikanlagen verkaufen und installieren – liefert aufschlussreiche Einblicke. Durchgeführt wurde sie von Roman Gysel, Geschäftsführer der Swiss Renewable Solutions (SRS) anonym während einer Branchentagung, der damit gezielt die Einschätzungen aus der Praxis sichtbar machen wollte. Die Ergebnisse zeigen: Die Entscheidung für oder gegen ein Contracting-Modell ist weit mehr als eine reine Kostenfrage. Und wenn selbst diese ExpertInnen sagen, dass Contracting bei Industrieanlagen mittlerweile die klügere Wahl ist, spricht das eine deutliche Sprache: Die Unsicherheit für Investoren hat sehr deutlich zugenommen.  

    𝗪ü𝗿𝗱𝗲𝗻 𝗦𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗯𝗲𝗳𝗿𝗲𝘂𝗻𝗱𝗲𝘁𝗲𝗻 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗿 𝗣𝗩-𝗖𝗼𝗻𝘁𝗿𝗮𝗰𝘁𝗶𝗻𝗴 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗻?
    Die spontane Antwort auf diese zentrale Frage fiel mit 𝟲,𝟴 𝘃𝗼𝗻 𝟭𝟬 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲𝗻
     differenziert aus. Es gibt unterdessen eine klare Tendenz zu einem Ja, ich würde es einem Freund empfehlen. Es zeigt sich: Viele Unternehmer sehen im Contracting durchaus Potenzial und wägen auch Risiken und Rahmenbedingungen sorgfältig ab.

    𝗪𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗛𝗮𝘂𝗽𝘁𝗴𝗿ü𝗻𝗱𝗲 𝗳ü𝗿 𝗜𝗵𝗿𝗲 𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁 𝘇𝘂𝗿 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲?


    Die Antworten auf die zweite Frage der Umfrage geben tiefergehende Einblicke in die Entscheidungsfaktoren: 

    • 𝗙𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗲𝗻 – 𝗱𝗲𝗿 𝗴𝗿ö𝘀𝘀𝘁𝗲 𝗧𝗿𝗲𝗶𝗯𝗲𝗿:
      Mit 𝟭𝟬𝟵 𝗡𝗲𝗻𝗻𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 wurde das Thema Finanzierung als Hauptgrund für die Antwort angegeben. Kein Wunder – Contracting ermöglicht Investitionen ohne Eigenkapitalbindung, was für viele KMU ein echter Gamechanger ist. 
    • 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼ü𝗯𝗲𝗿𝗹𝗲𝗴𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 – 𝗲𝗶𝗻 𝗲𝗿𝗻𝘀𝘁𝘇𝘂𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗙𝗮𝗸𝘁𝗼𝗿:
      𝟭𝟬𝟭 𝗕𝗲𝗳𝗿𝗮𝗴𝘁𝗲 nannten das Thema Risiko. Die langfristige Bindung, Abhängigkeit vom Contractor oder Unsicherheiten bei vertraglichen Details schrecken einige ab. Transparenz und saubere Vertragsgestaltung sind hier entscheidend. Auf der anderen Seite können auch viele Risikoüberlegungen fürs Contracting sprechen: Der Contractor übernimmt alle Bau- und Qualitätsrisiken, Ausfalls-, Wetter-, Unterhalts-, Gesetzesänderungs- und Strompreisrisiken. Im immer komplexer werdenden Energiemarkt wird das von den Experten als sehr grosser Vorteil eingeschätzt. 
    • 𝗞𝗼𝗺𝗽𝗲𝘁𝗲𝗻𝘇 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗻𝗯𝗶𝗲𝘁𝗲𝗿:
      𝟱𝟰 𝗧𝗲𝗶𝗹𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻𝗱𝗲 verwiesen auf die Kompetenz der Contractor als ausschlaggebenden Faktor. Die Wahl des richtigen Partners entscheidet mit über Erfolg oder Frust bei der Umsetzung. Vertrauen entsteht hier durch Erfahrung, Referenzen und klare Kommunikation. 
    • 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗮𝘂𝗰𝗵𝗴𝗲𝗳ü𝗵𝗹:
      𝟮𝟲 𝗕𝗲𝗳𝗿𝗮𝗴𝘁𝗲 betonten explizit das Vertrauen,𝟯𝟯 nannten das eigene Bauchgefühl. Eine interessante Beobachtung: Gerade in komplexen, technisch geprägten Projekten scheint die persönliche Einschätzung nach wie vor eine grosse Rolle zu spielen. 
    • 𝗚𝗲𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗮𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 & 𝗘𝗺𝗽𝗳𝗲𝗵𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻:
      Wer schon positive Erfahrungen mit Contracting gemacht hat, ist eher bereit, es weiterzuempfehlen. 𝟯𝟬 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗲𝗻
      gaben das an. 𝟲 𝗕𝗲𝗳𝗿𝗮𝗴𝘁𝗲 verliessen sich auf Empfehlungen aus ihrem Netzwerk. 

     

    𝗪𝗮𝘀 𝗵𝗲𝗶𝘀𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗳ü𝗿 𝗖𝗼𝗻𝘁𝗿𝗮𝗰𝘁𝗶𝗻𝗴-𝗔𝗻𝗯𝗶𝗲𝘁𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲 𝗕𝗲𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯𝗲?
    Die Ergebnisse zeigen: Vertrauen, transparente Kommunikation und eine nachvollziehbare finanzielle Argumentation sind zentrale Erfolgsfaktoren für Contracting-Projekte. Anbieter müssen nicht nur technisch überzeugen – sondern auch als langfristiger, verlässlicher Partner auftreten.
     

    Ein weiterer Aspekt, der für Contracting spricht: Laut einer aktuellen 𝗦𝘄𝗶𝘀𝘀𝗼𝗹𝗮𝗿-𝗨𝗺𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲 erwarten viele Branchenakteure durch die geplanten Einspeisetarife auf Basis des BFE-Referenzmarktpreises negative Auswirkungen auf den PV-Markt. 72 % der Befragten äusserten sich eher oder sehr negativ. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Branche, das Risiko von Markt- und Vergütungsänderungen gezielt an erfahrene Contractor abzugeben, die über das Know-how und die Ressourcen verfügen, um diese Unsicherheiten professionell zu managen. 

     

    PV-Contracting hat das Potenzial, ein echter Wachstumstreiber für die Energiewende bei KMU und in der Industrie zu sein. Für viele Unternehmer ist die Entscheidung keine rein rationale – sondern eine strategische, bei der Kopf und Bauch gleichermassen gefragt sind. 

    Die SRS als Contracting-Partner legt viel Wert auf Transparenz, Fairness und Qualität für eine dauerhafte Beziehungen zu unseren Partnern. Die Zusammenarbeit basiert auf einer klaren Kommunikation auf Augenhöhe und dem Ziel, die Projekte wirtschaftlich und technisch nachhaltig zu realisieren. Im Rahmen des Contractings übernimmt SRS die gesamte Planungs-, Bau- und Betriebsverantwortung – einschliesslich des Risikotransfers bei Strompreisentwicklung, Wartung oder Gesetzesänderungen. Damit profitieren Unternehmen nicht nur von einer sicheren Investition ohne Eigenkapitalbedarf, sondern auch von einer verlässlichen und langfristig tragfähigen Partnerschaft.

    𝗣𝗿𝗼𝗳𝗶𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗦𝗶𝗲 𝘃𝗼𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝘇𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁𝘀𝘀𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝗸𝗼𝗻𝘇𝗲𝗽𝘁 – 𝗴𝗮𝗻𝘇 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗘𝗶𝗴𝗲𝗻𝗸𝗮𝗽𝗶𝘁𝗮𝗹.

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